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RelithekKristina Augst

Relithek,

Kristina Augst

Vergleich der Offenbarungen im Christentum und im Islam

Veröffentlichung:1.5.2022

Die Unterrichtsstunde "Vergleich der Offenbarungen im Christentum und im Islam" mit 15 Seiten und 13 Materialien Entwickelt ein Tafelbild zu Entstehung der Bibel und des Koran. Dazu werden Bilder im Material in die richtige Reihenfolge gepuzzelt.

Die Unterrichtsstunde „Vergleich der Offenbarungen im Christentum und im Islam“ beschäftigt sich mit einer grundlegenden Frage des interreligiösen Lernens: Wie offenbart sich Gott im Christentum und wie offenbart sich Allah im Islam? Ausgangspunkt sind häufige Missverständnisse in religiös vielfältigen Lerngruppen, insbesondere die Frage, warum Christinnen und Christen die Bibel anders verstehen als Muslime den Koran. Die Materialien zeigen anschaulich, dass im Islam der Koran als zentrale Offenbarung Allahs gilt, während im Christentum Jesus Christus die entscheidende Offenbarung Gottes darstellt. Anhand graphischer Darstellungen, eines Tafelbildes sowie eines Arbeitsblattes in einfacher Sprache lernen die Lernenden die Entstehung von Koran, Hadithen, Bibel und Evangelien kennen und verstehen deren unterschiedliche Bedeutung für Glauben und religiöse Praxis. Die Unterrichtseinheit verdeutlicht Gemeinsamkeiten zwischen beiden Religionen, arbeitet aber zugleich die unterschiedlichen theologischen Schwerpunkte heraus.


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Didaktisch eignet sich das Medium besonders für multireligiöse Lerngruppen in der Sekundarstufe I sowie an beruflichen Schulen. Die Autorin wählt bewusst einen visualisierenden Zugang, da viele Lernende Schwierigkeiten mit abstrakten theologischen Texten haben. Im Mittelpunkt steht daher ein gemeinsames Bodenbild oder Tafelbild, das schrittweise aus einzelnen Bildkarten zusammengesetzt wird. Die Lernenden ordnen Symbole, Personen und Schriften einander zu und rekonstruieren dadurch selbstständig die jeweiligen Offenbarungswege. Auf der islamischen Seite wird sichtbar, wie Allah dem Propheten Mohammed durch den Engel Gabriel den Koran offenbart und wie daraus Koran und Hadithe entstehen. Auf der christlichen Seite wird verdeutlicht, dass Gott sich nach christlichem Verständnis in Jesus Christus offenbart und die Evangelien aus den Erfahrungen seiner Jüngerinnen, Jünger und Nachfolger hervorgehen. Durch diese handlungsorientierte Arbeitsweise werden komplexe theologische Zusammenhänge anschaulich und verständlich. Besonders gewinnbringend ist die anschließende Diskussion über die Folgen dieser unterschiedlichen Offenbarungsverständnisse für Gebet, Gottesdienst, Schriftverständnis und religiösen Alltag. Das Arbeitsblatt in einfacher Sprache ermöglicht eine zusätzliche Sicherung und Vertiefung der Inhalte. Die Lernenden formulieren eigenständig Antworten auf die Frage, welche Bedeutung Koran und Mohammed für Muslime sowie Jesus Christus und die Bibel für Christinnen und Christen besitzen. Dadurch werden Sachkompetenz, Sprachfähigkeit und interreligiöse Dialogkompetenz gleichermaßen gefördert. Die Unterrichtseinheit trägt dazu bei, Vorurteile abzubauen, religiöse Perspektiven differenziert wahrzunehmen und die Vielfalt religiöser Ausdrucksformen wertschätzend zu verstehen.

Aus dem Material 12 wird ein Plakat zur Entstehung des Korans und ein Plakat zu Entstehung des Christentums entwickelt. Das fertige Tafelbild ist auf Seite 2 zu finden. Die PDF enthält eine Reihe von Bildern, die in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Darunter fällt der Engel Gabriel, der Mohammed den Koran diktierte. Ein Bild von Mohammed, ein Bild des Koran, Bilder der Propheten und der Bibel sowie andere sind in der PDF enthalten. Abschließend wird die Entstehungsgeschichte von Bibel und Koran aus einer Sammlung von Stichpunkten entwickelt.


Material:

M1: Tafelbild „Vergleich der Offenbarungen im Christentum und im Islam“

Das zentrale Material der Unterrichtseinheit ist ein großes Tafelbild beziehungsweise Bodenbild. Es stellt die Offenbarungswege beider Religionen gegenüber. Auf der islamischen Seite wird gezeigt, wie Allah den Engel Gabriel zu Mohammed sendet, wie Mohammed den Koran empfängt und wie seine Weggefährten später Koran und Hadithe aufschreiben. Auf der christlichen Seite wird dargestellt, wie Gott sich in Jesus Christus offenbart, wie Jesus in der Tradition des Judentums steht und wie die Evangelisten die Erfahrungen der ersten Nachfolger Jesu aufschreiben.

Im Unterricht setzen die Lernenden das Tafelbild schrittweise zusammen. Sie ordnen die einzelnen Bildkarten den richtigen Stellen zu und rekonstruieren dadurch die Entstehung von Koran, Hadithen, Evangelien und Bibel. Die Lehrkraft moderiert den Prozess und entwickelt gemeinsam mit der Klasse die unterschiedlichen Offenbarungswege. Dadurch entstehen grundlegende Einsichten über Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Religionen.

M2 bis M11: Graphische Darstellungen

Die Materialien M2 bis M11 bestehen aus einzelnen Bildkarten, die für das Bodenbild beziehungsweise Tafelbild verwendet werden. Jede Karte symbolisiert einen wichtigen Baustein der Offenbarungsgeschichte.

M2: Allah

Die Bildkarte zeigt den arabischen Schriftzug für Allah. Die Lernenden ordnen ihn dem islamischen Offenbarungsweg zu und diskutieren die Bedeutung Gottes im Islam.

M3: Engel Gabriel

Die Karte zeigt den Engel Gabriel. Die Lernenden erkennen seine Vermittlerrolle zwischen Allah und Mohammed und vergleichen diese mit anderen Engelgestalten aus Bibel und Koran.

M4: Mohammed empfängt die Offenbarung

Die Darstellung zeigt Mohammed beim Empfang der Offenbarung. Die Lernenden erschließen die Vorstellung, dass der Koran nach islamischem Verständnis direkt von Allah stammt und Mohammed ihn weitergegeben hat.

M5: Der Koran

Die Bildkarte zeigt einen Koran. Die Lernenden ordnen ihn als zentrale Offenbarung des Islam ein und diskutieren seine besondere Stellung im muslimischen Glauben.

M6: Hadithe

Die Karte symbolisiert die Hadithe. Die Lernenden lernen, dass diese Berichte und Aussprüche Mohammeds enthalten und neben dem Koran eine wichtige Quelle islamischer Orientierung darstellen.

M7: Gottesname im Judentum

Die Karte zeigt den hebräischen Gottesnamen. Sie verdeutlicht den jüdischen Hintergrund Jesu und schafft eine Verbindung zwischen Judentum und Christentum.

M8: Jesus als Jude

Die Lernenden erkennen, dass Jesus im Judentum verwurzelt war und die Hebräische Bibel kannte. Dadurch wird die Entstehung des Christentums im Kontext des Judentums verständlich.

M9: Jüngerinnen und Jünger Jesu

Die Bildkarte zeigt Menschen aus dem Umfeld Jesu. Die Lernenden erarbeiten, dass die Erfahrungen der ersten Nachfolger Jesu Grundlage der Evangelien wurden.

M10: Jesus Christus

Die Darstellung zeigt Jesus als Zentrum des christlichen Glaubens. Die Lernenden erkennen den entscheidenden Unterschied zum Islam: Für Christinnen und Christen ist nicht die Bibel, sondern Jesus selbst die wichtigste Offenbarung Gottes.

M11: Bibel und Evangelien

Die Karte symbolisiert die Evangelien beziehungsweise die Bibel. Die Lernenden ordnen sie als Zeugnisse der Erfahrungen mit Jesus ein und vergleichen ihre Entstehung mit der Entstehung des Korans.

M12: Arbeitsblatt „Was wichtig ist ...?“

Dieses Arbeitsblatt fasst die wesentlichen Informationen in einfacher Sprache zusammen. Es erläutert die unterschiedliche Bedeutung von Bibel und Koran sowie von Jesus und Mohammed. Dabei wird erklärt, warum Jesus im Christentum die wichtigste Offenbarung Gottes darstellt und weshalb der Koran im Islam die zentrale Offenbarung Allahs ist.

Im Unterricht lesen die Lernenden den Text selbstständig oder in Partnerarbeit. Anschließend markieren sie wichtige Aussagen, vergleichen die Religionen und formulieren Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede. Das Arbeitsblatt dient der Vertiefung und Ergebnissicherung.

M13: Arbeitsauftrag „Was glauben ...?“

Dieses Material enthält Schreibaufgaben. Die Lernenden formulieren mithilfe vorgegebener Begriffe eigene Sachtexte zu den Fragen:

Was glauben Muslime über Koran und Mohammed?

Was glauben Christinnen und Christen über Jesus Christus und die Bibel?

Die Aufgabe fördert die religiöse Sprachfähigkeit. Die Lernenden müssen die erarbeiteten Informationen strukturieren und in eigenen Worten wiedergeben. Gleichzeitig üben sie, religiöse Aussagen aus einer Außenperspektive sachgerecht zu formulieren.

Unterrichtsverlauf mit den Materialien

Aufbau des Bodenbildes oder Tafelbildes mit den Bildkarten M2 bis M11.

Gemeinsame Erarbeitung der Offenbarungswege im Islam und Christentum.

Vergleich von Jesus und Mohammed sowie von Bibel und Koran.

Diskussion über die Bedeutung dieser Unterschiede für den Glauben.

Bearbeitung des Arbeitsblattes M12 in Einzelarbeit oder Partnerarbeit.

Verfassen eigener Texte mit M13.

Präsentation und gemeinsame Sicherung der Ergebnisse.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6.2 Leben mit anderen Religionen: Was die abrahamitischen Religionen verbindet.

Text, Bild

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25.11.2022

Interreligiöser Dialog

Unterrichtsstunde

Religionen

Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ,Kommunizieren und Kooperieren ,Produzieren und Präsentieren

mittel

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