Didaktisch eröffnet das Medium einen anspruchsvollen Zugang zu theologischen Grundfragen und eignet sich besonders für die Jahrgangsstufen 9 und 10. Die Unterrichtseinheit verbindet interreligiöses Lernen mit theologischer Reflexion und ästhetischer Bildung. Der Einstieg erfolgt über ein Plakat mit unterschiedlichen Gottesbildern, das die Vielfalt menschlicher Vorstellungen von Gott sichtbar macht. Die Lernenden setzen sich zunächst mit ihren eigenen Gottesbildern auseinander und erkennen, dass jede Gottesvorstellung nur einen begrenzten Zugang zum Unbegreiflichen eröffnet. Anschließend werden die biblischen und koranischen Aussagen zum Bilderverbot untersucht. Dabei lernen die Lernenden, dass das Bilderverbot nicht Ausdruck eines Mangels an Gottesvorstellungen ist, sondern die Unverfügbarkeit und Größe Gottes schützen soll. Besonders gewinnbringend ist die Vertiefung mit Texten von Dietrich Bonhoeffer, der Gott als Geheimnis beschreibt und damit einen wichtigen theologischen Zugang zur Frage nach den Grenzen menschlicher Erkenntnis eröffnet. Im weiteren Verlauf reflektieren die Lernenden ihre eigenen Vorstellungen von Schönheit und vergleichen diese mit religiösen Vorstellungen von Gottes Schönheit. Dabei wird deutlich, dass göttliche Schönheit nicht an äußere Perfektion oder gesellschaftliche Schönheitsideale gebunden ist, sondern sich in Schöpfung, Harmonie, Leben, Licht, Barmherzigkeit und Herrlichkeit zeigt. Die Arbeit mit Psalmen, Koranversen, Fotografien, Kalligraphien und poetischen Texten ermöglicht unterschiedliche Zugänge und spricht sowohl kognitive als auch kreative und ästhetische Lernwege an. Die abschließende Entwicklung eigener Gottesbilder oder Gottesvorstellungen fördert Reflexionsfähigkeit, Dialogkompetenz und die Fähigkeit, religiöse Sprache als Annäherung an das Geheimnis Gottes zu verstehen. Die Unterrichtseinheit eignet sich besonders für einen konfessionell kooperativen oder interreligiösen Religionsunterricht und leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung religiöser Sprachfähigkeit und theologischer Urteilskompetenz.
Der Einstieg gelingt durch eine Bildanalyse. Das Bild stellt das Wort Gott vor einem Dutzend verschiedener Hintergründe mit mannigfaltigen Symbolen da. Dadurch wird die Tiefe und umfassende Bedeutung des Namens Gottes reflektiert. Im Islam verfügt dort über 1000 Namen. In Partnerarbeit werden Adjektive dieses Gottesbildes gesammelt. Es wird eine Überschrift entwickelt. Die persönlichen Gottesvorstellungen werden reflektiert und mit in das Plakat eingebracht.
In einem weiteren Schritt wird das Bilderverbot in Bibel und Koran untersucht. Auch hierzu wird eine Bildanalyse vorgenommen. Diesmal ist das Bild ein leerer Bilderrahmen. Gott kann somit nur durch die ihn umgebenden Schriften und die Erfahrungen anderer Menschen mit ihm beschrieben werden.
Auch seine eigene Offenbarung ist natürlich ein Teil dieser Umkreisung des Transzendenten. Meine persönliche Meinung zum Bilderverbot und dessen Sinn wird entwickelt. Gotthard so viele Aspekte seines Wesens, dass er unmöglich mit einem Wort beschreibbar ist. Er bleibt immer Geheimnis. Der Vorteil des Christentums dabei ist, dass Gott sich in Jesus offenbart hat und somit erkennbar und leichter verständlich wird.
In einem weiteren Schritt wird eine Predigt von Dietrich Bonhoeffer zu Transzendenz Gottes untersucht. Bonhoeffers Interpretation Word mit dem Bilderverbot verbunden. Ein Bild von Gott zu machen bedeutet, ihn festzulegen und seine Größe einzuschränken. Deshalb lebt Gott im Geheimen, wie Bonhoeffer sagt.
Der nachfolgende Schritt enthält ein Wortfeld zum Thema Schönheit. Assoziationen zum Thema Schönheit werden gesammelt. Eine Webrecherche sammelt Bilder zum Thema Schönheit. Eine Tabelle mit Worten, die versuchen den Begriff Schönheit zu fassen, wird ergänzt.
Ein weiterer Schritt nutzt den Psalm 104, um die Schönheit Gottes zu beschreiben. Dieser Lobpsalm eine Vielzahl von Symbolen der Elemente und der Natur, um sich Gott anzunähern.
Die Schönheit Gottes im Islam wird vor allen Dingen durch Kalligraphie ausgedrückt, da das Bilderverbot dort sehr ernst genommen wird. Zwei Beispiele sowie eine Sure des Korans werden analysiert. In einem letzten Schritt wird vertiefend eine Sammlung aus drei Bildern mit der Schönheit Gottes in Verbindung gebracht. Eine Anleitung zur Analyse ist im Material im Tal. Unterschiede und gemeinsamkeiten zu Gottesvorstellungen im Islam und Christentum werden ermittelt.