Bauhaus und Utilitarismus bestimmen unsere Welt. Nach der Unordnung des Mittelalters die zum ersten Weltkrieg überging sollte alles funktional und geordnet werden, damit so etwas wie ein Weltkrieg unmöglich wird. Paradoxerweise ermöglichte die daraus entstehende Zentralisierung und ein übersteigerter Utilitarismus die Gleichschaltung und den zweiten Weltkrieg. Wenn der Mensch nur noch funktioniert, ist er dann noch Mensch? Was wird aus den Menschen die nicht funktionieren, z. b. durch Behinderung? Der industrielle Kapitalismus folgt diesem Denken. Massenware wird für und von Massenmenschen produziert. Die Not des kosten Sparens wird zur Tugend der Schlichtheit. Augustinus spricht von der Sehnsucht, die auch heute in einer entzauberten quadratischen Lebenswelt entsteht. Aus den Bruchstücken der Vergangenheit sollte eine neue Welt entstehen, wie zur Zeit des Augustinus die christliche Welt entstand. Die Vergangenheit auf den Müll zu werfen, entspricht auch nicht dem Utilitarismus. Das Christentum ist mehr, aber es ist auch in vielerlei Bereichen nützlich. Jesus liegt wie ein Schatten über der von der Immanenz verschlossenen Tür zum Glauben. Erwachsener Glauben macht das Leben erträglich und stillt die Sehnsucht, auch das ist ein Nutzen. Wenn wir die schönen Dinge wieder wertschätzen können bewahren wir uns davor die Welt für unsere Zwecke auszubeuten.
Wir haben uns damit abgefunden, dass fast jede Neustadt irgendwie hässlich ist. Wieso eigentlich? Oder ist Schönheit nur subjektiv? Und was können wir zu diesem Thema von Michael Triegel und vom Heiligen Augustinus lernen?