Die Kirche ist im Wandel - gerade in der Landeskirche ist das offensichtlich. Doch wo hin entwickelt sie sich und wo hin soll sie sich entwickeln?
Die sechste Folge der zweiten Staffel von Furcht und Zittern beschäftigt sich mit der Frage, wie christliche Gemeinschaften ihre Identität entwickeln und welche Folgen dies für Zugehörigkeit, Abgrenzung und Ausgrenzung haben kann. Im Mittelpunkt stehen evangelikale Gemeinschaften, deren starke Betonung persönlicher Glaubensentscheidung, Bekehrung und Nachfolge einerseits intensive Gemeinschaftserfahrungen, Orientierung und gegenseitige Unterstützung ermöglicht, andererseits aber auch zu moralischem Druck, engen Grenzziehungen und exklusiven Identitätsvorstellungen führen kann. Das Video beleuchtet historische Entwicklungen von Täuferbewegungen, Pietismus, Methodismus und Evangelikalismus und diskutiert die Spannung zwischen Wahrheit und Offenheit, Verbindlichkeit und Freiheit sowie Gemeinschaft und Individualität. Die Gesprächspartner fragen danach, wie christliche Gemeinschaften ihre Mitte in Jesus Christus bewahren können, ohne andere Menschen auszugrenzen. Dabei werden Themen wie Orthodoxie, Glaubensbekenntnisse, Taufe, Sünde, Vergebung, Versöhnung, Ökumene und christliche Gemeinschaft ausführlich reflektiert. Das Video plädiert für eine Kirche, die ihre Identität aus dem Evangelium gewinnt, sich ihrer eigenen Begrenztheit bewusst bleibt und Menschen mit Offenheit, Demut und Liebe begegnet.