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SWR Plus

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Henry und das Hochwasser

Schau in meine Welt

Veröffentlichung:28.11.2021

Das Video erzählt die Geschichte des zwölfjährigen Henry aus Blessem bei Köln, dessen Heimatort von der Flutkatastrophe im Sommer 2021 schwer getroffen wurde. Aus der Perspektive eines Kindes schildert Henry eindrücklich die Ereignisse rund um das Hochwasser, die Evakuierung seines Heimatortes, die Rettung der Pferde auf dem elterlichen Reiterhof sowie die Zerstörung von Häusern und Infrastruktur. Dabei stehen nicht nur die Katastrophe selbst, sondern auch Erfahrungen von Angst, Verlust, Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und Hoffnung im Mittelpunkt. Besonders eindrucksvoll sind Henrys Schilderungen seiner Sorgen um Familie, Tiere und Freunde sowie seine Beobachtung, wie Nachbarn, Helferinnen und Helfer sowie völlig fremde Menschen gemeinsam anpacken, um den Betroffenen beizustehen. Das Medium zeigt, wie ein Kind eine Naturkatastrophe erlebt, verarbeitet und dabei neue Perspektiven auf Gemeinschaft, Verantwortung und das Wesentliche im Leben gewinnt.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium zahlreiche Anknüpfungspunkte zu den Themen Leid, Hoffnung, Schöpfungsverantwortung, Solidarität, Resilienz und Gottesfrage angesichts von Katastrophen. Die persönliche Erzählperspektive ermöglicht einen emotionalen Zugang, der Lernende unmittelbar anspricht und Empathie fördert. Methodisch eignet sich das Video besonders für eine Unterrichtseinheit zu den Themen „Warum lässt Gott Leid zu?“, „Zusammenhalt in Krisenzeiten“ oder „Verantwortung für die Schöpfung“. Nach einer ersten Sichtung können die Lernenden zentrale Gefühle und Erfahrungen Henrys sammeln und in Form einer Gefühlslandkarte visualisieren. Anschließend lassen sich verschiedene Deutungsebenen erschließen: die individuelle Erfahrung von Angst und Verlust, die Bedeutung familiärer Bindungen, die Rolle von Freundschaft sowie die Erfahrung von Solidarität durch freiwillige Helferinnen und Helfer. Im theologischen Gespräch kann diskutiert werden, wo Menschen in Krisensituationen Hoffnung finden und welche Antworten Religion auf Erfahrungen von Leid und Katastrophen geben kann. Darüber hinaus eröffnet das Medium die Möglichkeit, die Flutkatastrophe mit Fragen des Klimawandels und der Bewahrung der Schöpfung zu verbinden. Die Lernenden können untersuchen, welche Verantwortung Menschen für den Umgang mit der Natur tragen und wie christliche Vorstellungen von Schöpfungsverantwortung Orientierung bieten. Kreative Methoden bieten sich ebenfalls an: So können die Lernenden Tagebucheinträge aus Henrys Perspektive verfassen, Dankesbriefe an Helferinnen und Helfer schreiben oder Symbole der Hoffnung gestalten. Besonders gewinnbringend ist zudem die Analyse der Aussage Henrys am Ende des Films, dass ihn früher materielle Dinge glücklich gemacht hätten, heute jedoch die Gesundheit und das Leben seiner Familie. Diese Perspektive ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Fragen nach Glück, Sinn und den wirklich wichtigen Dingen im Leben. Das Medium verbindet damit ethisches Lernen, religiöse Deutungskompetenz und lebensweltliche Erfahrungen auf eindrucksvolle Weise.

Hessen

Hessen

Primarstufe | Primarstufe 1/2

Mensch und Welt (Hessen | Primarstufe 1/2).

Mensch und Welt (Hessen | Primarstufe 1/2).

Primarstufe | Primarstufe 3/4

Mensch und Welt (Hessen | Primarstufe 3/4).

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 5

5G.2a Ehrfurcht vor der Schöpfung. Verantwortung für die Natur und Schöpfungsglaube.

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Primarstufe | Primarstufe 3/4

Mensch und Welt (Rheinlandpfalz | Primarstufe 3/4).

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

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