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Weisste...? Beichtstuhl

Veröffentlichung:21.3.2019

Unsere Praktikantin Louisa hat sich in Frankfurt umgehört, ob die Menschen wissen, was ein Beichtstuhl ist.

Der Beichtstuhl war ein obligatorischer Teil der Einrichtung katholischer Kirchen. Er ist der übliche Ort für das persönliche Sündenbekenntnis der Gläubigen, dem die Lossprechung durch den Priester folgt. Bekenntnis und Lossprechung sind Bestandteile des Sakraments der Buße.

Das Medium thematisiert den Beichtstuhl und die katholische Beichte in einer jugendnahen und alltagsbezogenen Weise. Ausgangspunkt ist die Frage, wohin Menschen sich wenden können, wenn sie Fehler gemacht haben oder Sorgen mit sich tragen. In einem kurzen Straßeninterview äußern Jugendliche zunächst Vermutungen über den Beichtstuhl und seine Funktion. Anschließend werden Aufbau und Bedeutung des Beichtstuhls erklärt. Dabei wird deutlich, dass Priester und Gläubige räumlich getrennt sitzen, um Anonymität zu ermöglichen. Im Mittelpunkt steht außerdem das Beichtgeheimnis. Die Lernenden erfahren, dass Priester Inhalte einer Beichte unter keinen Umständen weitergeben dürfen und dass dieses Schweigegebot sogar gesetzlich geschützt ist. Darüber hinaus erklärt das Medium, wer zur Beichte gehen darf und welche Bedeutung die Beichte als Sakrament in der katholischen Kirche besitzt. Durch die Verbindung von Interviews, Erklärungen und Quizfragen wird das Thema lebensnah und verständlich vermittelt.

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Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den Religionsunterricht in den Jahrgangsstufen der Sekundarstufe eins. Die lebensweltliche Einführung ermöglicht einen motivierenden Einstieg in das Thema Schuld, Vergebung und Versöhnung. Lernende können zunächst eigene Erfahrungen mit Streit, Fehlern oder dem Bedürfnis nach Aussprache reflektieren. Dadurch entsteht ein persönlicher Zugang zum Sakrament der Beichte. Methodisch bietet sich vor dem Ansehen des Videos ein Brainstorming zu den Begriffen Schuld, Vertrauen und Vergebung an. Während der Rezeption können Arbeitsaufträge eingesetzt werden, etwa das Sammeln von Informationen über den Aufbau des Beichtstuhls oder die Bedeutung des Beichtgeheimnisses. Ebenso können die Quizfragen des Videos aufgegriffen und im Unterrichtsgespräch vertieft werden. Nach dem Video eignet sich eine Diskussion darüber, warum Menschen jemanden brauchen, dem sie sich anvertrauen können. Dabei können Vergleiche zur ärztlichen Schweigepflicht oder zu vertraulichen Gesprächen mit Freundinnen, Freunden oder Familienmitgliedern gezogen werden. Auch ein Vergleich zwischen katholischem und evangelischem Verständnis von Vergebung kann sinnvoll sein. Kreative Methoden wie Rollenspiele zwischen Priester und Gläubigem oder das Schreiben eines anonymen Sorgenbriefes fördern die Perspektivübernahme und Empathie. Das Medium unterstützt somit nicht nur den Erwerb religiösen Wissens, sondern auch die ethische und soziale Reflexion der Lernenden.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7G.1 Schuld und Vergebung. Gewissen, Umkehr, Versöhnung.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6.1 Entscheidungen treffen: Gut und Böse.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Vergebung der Schuld als zentrale Aufgabe der Kirche – das Bußsakrament

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