Unsere Praktikantin Louisa hat sich in Frankfurt umgehört, ob die Menschen wissen, was ein Beichtstuhl ist.
Der Beichtstuhl war ein obligatorischer Teil der Einrichtung katholischer Kirchen. Er ist der übliche Ort für das persönliche Sündenbekenntnis der Gläubigen, dem die Lossprechung durch den Priester folgt. Bekenntnis und Lossprechung sind Bestandteile des Sakraments der Buße.
Das Medium thematisiert den Beichtstuhl und die katholische Beichte in einer jugendnahen und alltagsbezogenen Weise. Ausgangspunkt ist die Frage, wohin Menschen sich wenden können, wenn sie Fehler gemacht haben oder Sorgen mit sich tragen. In einem kurzen Straßeninterview äußern Jugendliche zunächst Vermutungen über den Beichtstuhl und seine Funktion. Anschließend werden Aufbau und Bedeutung des Beichtstuhls erklärt. Dabei wird deutlich, dass Priester und Gläubige räumlich getrennt sitzen, um Anonymität zu ermöglichen. Im Mittelpunkt steht außerdem das Beichtgeheimnis. Die Lernenden erfahren, dass Priester Inhalte einer Beichte unter keinen Umständen weitergeben dürfen und dass dieses Schweigegebot sogar gesetzlich geschützt ist. Darüber hinaus erklärt das Medium, wer zur Beichte gehen darf und welche Bedeutung die Beichte als Sakrament in der katholischen Kirche besitzt. Durch die Verbindung von Interviews, Erklärungen und Quizfragen wird das Thema lebensnah und verständlich vermittelt.