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Brot für die Welt

Brot für die Welt

Gerecht wirtschaften

Veröffentlichung:1.1.2021

Die Unterrichtseinheit "Gerecht wirtschaften" mit 32 Seiten und fünfzehn Materialien untersucht die globale Verteilung von Trinkwasser und Hilfe zur Selbsthilfe für den globalen Süden. Die sieben einzelnen Materialien können separat oder in einer beliebigen Reihenfolge unterrichtet werden.


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Der Einstieg der links über Internet Recherche zu Lebensbedingungen weltweit. Dazu wurden auf einer angegebenen Webseite mehr als 400 Familien aus 65 Ländern fotografiert. In Gruppen werden Familien ausgewählt die nach eigener Vorstellung ein glückliches Leben führen. Der Bezug zwischen Wohlstand und Glück wird in den Gruppen untersucht. Dabei ist die Erfüllung grundlegender Bedingungen wie Wasser Essen, Kleidung, ausreichend Wohnraum etc. zu bedenken. Gegenstände welche die Selbstverwirklichung stärken wie Instrumente, Spielzeuge dürfen ebenfalls für Glück notwendig sein. Die Gruppe der Luxusgegenstände hingegen dürfte nicht dazu beitragen. Zudem wird auf jedem Kontinent eine Familie mit vergleichbaren Lebensbedingungen zu den eigenen gesucht.

In einem weiteren Schritt werden die Vor- und Nachteile von Subsistenzwirtschaft und globaler Wirtschaft untersucht. Dabei wird ein Beispiel indigener Gemeinschaften aus Paraguay vorgestellt. Das Land dieser Gemeinden wurde enteignet und globale westliche Sojaproduzenten verkauft. Möglichkeiten zum Schutz soll ich ja Gemeinschaften vor der Vernichtung durch globale Wirtschaftsinteressen werden diskutiert.

Im nächsten Schritt wird die Verteilung von Verantwortung für gerechte Arbeitsbedingungen thematisiert. An einem Beispiel aus Bangladesch wird dazu eine Podiumsdiskussion organisiert. Dabei sind Näherinnen, subunternehme, Regierung, Textil Händler und Konsumenten vertreten. Argumente werden in Gruppen vorbereitet.

Der nachfolgende Schritt enthält ein Rollenspiel zum Thema Markt und Staat. In Gruppenarbeit werden Beispiele für den Einfluss des Staates auf die Wirtschaft gesammelt. Dies geschieht in Internetrecherche. Beispiele werden in die Kategorien Peitsche, Zuckerbrot und Predigt eingeordnet. Der Staat stellt durchgesetzte Forderungen auf, er belohnt durch Steuervorteile und versucht zu effektiver Selbstkontrolle zu überreden. Auf die Motivation des Staates zu jedem Beispiel wird in den Gruppen diskutiert.

Nachfolgend wird der Begriff ist Lobbyismus und der Einfluss von Unternehmen und Verbänden auf die Regierungen untersucht. Eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen verbänden und Interessensgruppen wird inszeniert. Diese Gruppen argumentieren für bestimmte Gesetze. Die Lehrkraft spielt den Wirtschaftsminister und entscheidet. Nachfolgend werden eigene Forderung vor dem Hintergrund entwickelt, dass man nicht weiß zu welcher Gruppe man gehört.

Der nächste Schritt behandelt das Zurücksenden von Waren. Dabei entstehen erhebliche Umweltbelastungen. Es ist möglich dazu eine eigene Umfrage in der Gemeinde oder der Schule zu machen. Es wird eine Pro und Contra Diskussion zur Einführung einer Gebühr auf Retouren durchgeführt. Die Interessengruppen der jeweiligen Positionen werden beurteilt.

Ein weiterer Schritt thematisiert die Vor- und Nachteile von Bargeld und digitalem Geld. Texte und Links informieren zum Thema. Die Verwendung von Bargeld mitzunehmen mit Bearbeitungsgebühren belegt. In einem Beispiel aus Kenia werden 66% gebühren bei einer Überweisung zu einem nicht registrierten Nutzer erhoben. Dadurch wird eine Registrierung quasi erzwungen. Auch dann sind die Gebühren noch erheblich.

Der nachfolgende Schritt untersucht Privatisierungen. Privare bedeutet im Lateinischen berauben. In einer Tabelle werden dazu Güter wie Luft, Wasser, Pflanzen (11 insgesamt) als staatlich, teilweise privat oder privatisiert bewertet. Weitere Beispiele zu Privatisierung sind über Links verfügbar.

Der nächste Schritt untersucht das Thema Schulden. Eine Karikatur stellt Staatsschulden als Vernichtung der kommenden Generationen da.

Im Plenum werden Vor- und Nachteile der Schuldenbremse und die Notwendigkeit von Neuverschuldung durch Notfälle wie die Klimakrise diskutiert. Weitere Lasten für zukünftige Generationen können in einer Mindmap gesammelt werden. Als ein Beispiel wird die Hyperinflation in Venezuela kurz dargestellt. Links ermöglichen eine Internetrecherche dazu.

Der nächste Schritt enthält ein Rollenspiel zum Thema grenzenloses Wachstum. Dabei werden von zwei Gruppen mit je einem Inspekteur Papierflieger hergestellt. Die Lernenden machen Erfahrungen mit monotoner Fließbandarbeit. Die Inspekteure sollen versuchen, die Mitarbeiter zu motivieren und die Arbeit zu beschleunigen. Fragen leiten die Auswertung des Rollenspiels an. Dabei wird die eigene Motivation, der Sinn der Arbeit, der Materialverbrauch und die Grenzen des Wachstums durch fehlendes Material angesprochen. Diese eigenen Erfahrungen werden mit Mustern des globalen Wirtschaftssystems verglichen. Dabei wird die Ausbeutung der Ressourcen für sinnlose Konsumartikel unter schlechten Arbeitsbedingungen entwickelt.

Der nächste Schritt thematisiert nachhaltiges Wirtschaften. Über einen Link wird der persönliche ökologische Fußabdruck ermittelt. Dazu werden dreizehn Fragen von Fleischkonsum bis Energie beantwortet.

Eine Karikaturanalyse zur Verschleierung und zum Ignorieren von Problemen wird behandelt. Dabei sollten nur blaue Plastiktüten verwendet werden, sodass sie auf dem Meer nicht zu sehen sind. In Partner- oder Gruppenarbeit werden ähnliche Ereignisse aus der eigenen Lebenswelt gesammelt, wo Probleme erfolgreich ignoriert werden, anstatt sie zu lösen.

Ein weiterer Schritt enthält eine Hausaufgabe zur Analyse des eigenen Konsums. Dabei werden drei Fragen im eigenen Zimmer beantwortet. Die Gegenstände dort werden eingeteilt in notwendig, brauche ich selten, brauche ich eigentlich überhaupt nicht. Die Ergebnisse und das darüber ermittelte eigene Konsum Profil werden im Plenum besprochen. Ein weiterer Schritt enthält eine Hausaufgabe zur Analyse des eigenen Konsums. Dabei werden drei Fragen im eigenen Zimmer beantwortet. Die Gegenstände dort werden eingeteilt in notwendig, brauche ich selten, brauche ich eigentlich überhaupt nicht. Die Ergebnisse und das darüber ermittelte eigene Konsumprofil werden im Plenum besprochen.

Der nachfolgende Schritt nutzt Gruppenarbeit zur Analyse von elf alternativen Ansätzen zu Wirtschaft und Unternehmensführung. Zu jedem Beispiel werden Impulsfragen beantwortet. Beispiel essen von Agrarkooperativen bisschen zu regionalen Währungen. Die Ergebnisse werden auf Plakaten festgehalten. Dabei werden zentrale Ansätze, Entstehung und Praxis des Ansatzes, Chancen und Risiken sowie Möglichkeiten des Transfers ermittelt.

Material:

M1 Bedürfnisse

M2 Wirtschaft im Wandel

M3 Angebot und Nachfrage

M4 Markt und Staat

M5 Geld regiert die Welt

M6 Finanzmärkte

M7 Schulden

M8 Grenzenloses Wachstum

M9 TATA! Alternativen

M10 Veränderung ist möglich

M11 Gewinnbringende

M12 Unternehmen

M13 Lieferkettengesetz

M14 Arbeiten in der Zukunft

M15 Theologische Reflexion

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.1a Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Sinn und Lebensglück.

9G.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Weltweite Gerechtigkeit (Entwicklungsländer, Verschuldung)

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