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Brot für die Welt

Brot für die Welt

Erschaffen wir uns einen Gott?

Veröffentlichung:1.1.2019

Die Unterrichtsstunde "Erschaffen wir uns einen Gott" mit zwei Seiten und einem Material ist Teil einer Unterrichtsreihe zu Digitalisierung. Sie stellt den Abschluss dieser Unterrichtsreihe auf den Seiten 20 bis 21 da. Dabei wird diskutiert, inwiefern die Digitalisierung zum Entstehen starker künstlicher Intelligenzen mit einem Gott artigen Status führen kann. Durch große Mengen Daten und Kontrolle über das Internet gesteuerte Maschinen könnte bei einer solchen KI von Allwissenheit und Allmacht gesprochen werden. Die Beziehung zu einer solchen KI wird in fünf Arbeitsaufträgen mit der Beziehung zu Gott verglichen. Der dafür benutzte Text ist ein im Material enthaltener Ausschnitt aus dem dystopischen Buch Qualityland von Marc-Uwe Kling.

Das Materialheft „Global Lernen: Digitalisierung“ von Brot für die Welt thematisiert die Auswirkungen der Digitalisierung auf Gesellschaft, Wirtschaft, Umwelt und globale Gerechtigkeit. Das Medium beleuchtet Chancen und Risiken digitaler Entwicklungen und zeigt, wie eng technische Innovationen mit ethischen, sozialen und ökologischen Fragen verbunden sind. Behandelt werden unter anderem digitale Bildung, Industrie 4.0, Energieverbrauch digitaler Daten, Ressourcennutzung, Rohstoffabbau, Arbeitsrechte in der Smartphone Industrie, Elektroschrott, Recycling, Katastrophenmanagement sowie Fragen nach fairer Digitalisierung und Verantwortung. Besonders deutlich wird, dass digitale Technologien sowohl neue Möglichkeiten schaffen als auch globale Ungleichheiten verstärken können. Zahlreiche Fallbeispiele aus Ländern des Globalen Südens verdeutlichen die konkreten Auswirkungen digitaler Produktions und Konsumprozesse auf Mensch und Umwelt. Die Materialien regen dazu an, Digitalisierung kritisch zu reflektieren und globale Zusammenhänge zu erkennen.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium vielfältige didaktische und methodische Einsatzmöglichkeiten. Die Materialien fördern insbesondere ethische Urteilsbildung, Perspektivwechsel und die Auseinandersetzung mit Fragen nach Gerechtigkeit, Verantwortung und Bewahrung der Schöpfung. Die Lernenden reflektieren ihren eigenen Umgang mit digitalen Medien und setzen sich mit globalen Produktionsbedingungen auseinander. Besonders geeignet ist das Heft für problemorientierten, handlungsorientierten und kompetenzorientierten Unterricht. Die enthaltenen Arbeitsaufträge ermöglichen Diskussionen, Gruppenarbeiten, Rollenspiele, Fishbowl Gespräche, Planspiele, kreative Schreibaufgaben, Zukunftsentwürfe und digitale Präsentationen. Viele Aufgaben regen die Lernenden dazu an, eigene Positionen zu entwickeln und gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen. Besonders gewinnbringend für den Religionsunterricht sind Themen wie Menschenwürde, faire Arbeitsbedingungen, nachhaltiger Konsum, soziale Gerechtigkeit und globale Solidarität. Die Materialien eignen sich zudem hervorragend für fächerübergreifenden Unterricht mit Politik, Ethik, Geografie oder Wirtschaft. Durch lebensnahe Beispiele und aktuelle Fragestellungen wird die Lebenswelt der Lernenden unmittelbar angesprochen. Gleichzeitig eröffnet das Medium zahlreiche Möglichkeiten zur theologischen Reflexion, etwa im Blick auf Verantwortung für die Schöpfung, Frieden, Gerechtigkeit und die Frage nach einem guten Leben in einer digitalisierten Welt. Die abwechslungsreichen Methoden unterstützen eigenständiges Lernen und fördern kommunikative sowie soziale Kompetenzen.

Abschließend findet eine theologische Reflexion des Themas statt. Dazu wird ein Ausschnitt aus Marc-Uwe Buch quality Land aus dem Material gelesen. Dieses Buch beinhaltet Dystopie zur Entwicklung der Gesellschaft über digitale Kontrolle und digitale Hierarchie. Was würde passieren, wenn eine starke künstliche Intelligenz so programmiert wird, dass sie in der Lage ist, allgemeine Probleme zu lösen? Würde diese allwissende und durch das Internet der Dinge allmächtige Intelligenz zu einem Gott der Menschen werden oder sich selbst dazu machen? Dazu werden auch die Eigenschaften Gottes mit Liebe, Barmherzigkeit und Güte herangezogen. Anschließend wird die Kommunikation mit Gott und die Kommunikation mit Maschinen verglichen. Dazu werden Zeichnungen entwickelt.

Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Kommunikation werden in einer Tabelle festgehalten. Bei beiden wird zu einem unpersönlichen Wesen kommuniziert. Eine direkte persönliche Ansprache fällt schwer. Einen Chatbot antwortet im Unterschied zu Gott direkt auf eine Frage. Sowohl der Chatbot als auch Gott unterscheiden sich vollkommen von Menschen. Es ist schwierig nachzuvollziehen, wie der Chatbot und wie Gott auf Hoffnungen, Ängste und Wünsche von Menschen reagieren. Der Chatbot füllt nicht, wobei jeder Christ hofft, dass Gott mit ihm fühlt. Gott hat uns dies in der Bibel versichert. Er ist mit uns und bei uns in Liebe, Barmherzigkeit und Güte. Ein Chatbot kann das niemals sein. Inwiefern eine starke künstliche Intelligenz dieses Vermögen entwickeln könnte, ist fraglich.

Das Material „Bildung für alle?“ beschäftigt sich mit digitaler Bildung und dem Einsatz von Tablets an Schulen in Ländern des Globalen Südens. Die Lernenden diskutieren Chancen und Risiken standardisierten Unterrichts und reflektieren Fragen nach Bildungsgerechtigkeit, Kontrolle und Chancengleichheit. Im Unterricht werden Präsentationen, Diskussionen und Reflexionsgespräche eingesetzt. Die Lernenden setzen sich mit unterschiedlichen Positionen auseinander und entwickeln eigene Urteile zur Rolle digitaler Bildung.

Im Material „Industrie 4.0“ lernen die Lernenden die Entwicklung der industriellen Revolutionen bis zur heutigen Digitalisierung kennen. Mithilfe von Suchseln, Vergleichsaufgaben und Zukunftsentwürfen beschäftigen sie sich mit technischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Arbeit und Gesellschaft. Im Unterricht analysieren die Lernenden Vor und Nachteile technologischer Veränderungen und entwickeln eigene Zukunftsvisionen für das Jahr 2070.

Das Material „Energieverbrauch von digitalen Daten“ thematisiert den hohen Stromverbrauch durch Internetnutzung, Clouds und Videostreaming. Die Lernenden markieren Zahlenangaben, berechnen Datenverbrauch und reflektieren ihren eigenen Medienkonsum. Im Unterricht entstehen Diskussionen über Nachhaltigkeit, Verantwortung und bewussten Umgang mit digitalen Medien.

Im Kapitel „Ressourceneffizienz durch digitale Innovationen“ untersuchen die Lernenden, wie digitale Technologien Energie und Ressourcen sparen können. Sie recherchieren Beispiele für nachhaltige Innovationen und entwickeln Ideen für umweltfreundliche Schulen oder Gebäude. Im Unterricht werden Tabellen erstellt, Recherchearbeit durchgeführt und kreative Lösungsideen präsentiert.

Das Material „Die Folgen des Rohstoffabbaus“ beschäftigt sich mit den Rohstoffen in Smartphones und Elektrogeräten. Die Lernenden recherchieren Umweltzerstörung, Menschenrechtsverletzungen und Konfliktrohstoffe. Im Unterricht diskutieren sie globale Verantwortung und Lieferketten sowie die Auswirkungen ihres eigenen Konsumverhaltens. Ergänzend können Handy Rohstoffkoffer oder digitale Lernspiele eingesetzt werden.

Im Fallbeispiel zum Lithiumabbau in Argentinien analysieren die Lernenden die Aussagen einer betroffenen Landwirtin und setzen sich mit Wasserverbrauch, Umweltproblemen und den Folgen für indigene Gemeinschaften auseinander. Im Unterricht entstehen Diskussionen über Gerechtigkeit, Umweltethik und nachhaltige Wirtschaft. Die Lernenden reflektieren dabei die Verbindung zwischen ihrem Alltag und globalen Produktionsprozessen.

Das Material „Arbeitsrechte in der Smartphone Industrie“ arbeitet mit einem Planspiel. Die Lernenden übernehmen Rollen von Unternehmen, Aktivistinnen und Aktivisten, Regierung oder Kundschaft und diskutieren Verantwortung in globalen Lieferketten. Im Unterricht werden Fishbowl Gespräche, Rollenspiele und Debatten durchgeführt. Ziel ist die Entwicklung eigener Positionen zu Menschenrechten, Konsum und wirtschaftlicher Verantwortung.

Im Kapitel „Wohin mit dem Elektroschrott?“ beschäftigen sich die Lernenden mit illegalem Export von Elektroschrott und den Lebensbedingungen auf Müllhalden in Ghana. Durch Bildrecherche, kreative Wortassoziationen und Textarbeit setzen sie sich mit Umweltzerstörung und sozialer Ungerechtigkeit auseinander. Im Unterricht wird besonders die Frage nach nachhaltigem Konsum und Verantwortung thematisiert.

Das Material „Umwelt schützen durch Recycling“ zeigt Möglichkeiten des Recyclings von Smartphones und Elektrogeräten. Die Lernenden recherchieren Sammelstellen, planen Sammelaktionen und entwickeln eigene Ideen zur Förderung von Recycling. Im Unterricht werden Handlungsmöglichkeiten für nachhaltigen Konsum erarbeitet und konkrete Projekte vorbereitet.

Im Kapitel „Digitalisierung und Katastrophenmanagement“ untersuchen die Lernenden den Einsatz digitaler Technologien bei Naturkatastrophen. Sie analysieren Frühwarnsysteme, soziale Medien und digitale Hilfstechnologien. Im Unterricht vergleichen die Lernenden analoge und digitale Maßnahmen und diskutieren Chancen und Risiken digitaler Krisenbewältigung.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.1 Gottesrede – angemessen von Gott sprechen.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 7. Allgemeine Gottesidee, philosophischer Gottesbegriff und personales Gottesbild.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 5. Hoffnungen, Visionen, Entwürfe, Utopien.

Text

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29.8.2022

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Unterrichtsstunde

Gott

Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ,Kommunizieren und Kooperieren ,Produzieren und Präsentieren ,Analysieren und Reflektieren

schwer

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