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Ludwig-Windthorst-Stiftung

Ludwig-Windthorst-Stiftung

Ludwig Windthorst

Bismarcks grosser Gegenspieler

Veröffentlichung:1.1.1970

Die Unterrichtseinheit "Ludwig Windthorst Bismarcks großer Gegenspieler" mit 52 Seiten und 24 Materialien thematisiert den Kulturkampf im deutschen Kaiserreich. Bismarck versucht die papsttreuen deutschen Katholiken gleich zu schalten. Diese wehren sich und entwickeln eine katholische Kultur in allen Bereichen des Lebens von Studentenverbindungen, Berufsorganisationen über das Kolpingwerk bisschen zu katholischen Universitäten.

Die Unterrichtseinheit ist in drei Blöcken aufgebaut. Die Blöcke enthalten vier bis fünf Stunden. Der erste Block thematisiert den Kulturkampf. Der zweite Block untersucht Antisemitismus im Kaiserreich und Windhorst Zusammenarbeit mit Juden sowie das Sozialistengesetz. Die Beziehung zwischen Windthorst und Bismarck wird bestimmt. Der dritte Block untersucht die soziale Frage vor dem Hintergrund der katholischen Soziallehre. Bismarck versucht die Arbeiter durch Versicherungen und staatlichen Schutz von Revolution abzuhalten. Tafelbilder, antizipierte Ergebnisse und ausführliche Erklärungen für die Lehrkraft sind enthalten. Die einzelnen Stunden der drei Blöcke sind durch Hausaufgaben verbunden.

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Der Einstieg zum ersten Block gelinkt über eine Bildanalyse. Dabei werden die sozialen Probleme in ganz Europa thematisiert. Der Brief ist an Herrn Windhorst in Europa gerichtet. Alle Länder leiden unter denselben Problemen der industriellen Revolution. Die Arbeiter aller Länder beginnen sich dagegen zu wehren. Die Folgen sind verheerend sowohl für Arbeiter als auch für Profiteure der Industrien. In einem weiteren Schritt werden die Personen Bismarck und Windhorst anhand von Bildern verglichen. Für ein Bismarck, der militärische Staatsmann und Reichsgründer ist, sieht Windhorst wie ein gemütlicher alter Herr aus. Sprechblasen zu beiden werden anhand von kurzen Biografien ausgefüllt. Zu beiden Politikern sind Karikaturen enthalten. Als Hausaufgabe wird ein tabellarischer Lebenslauf zu beiden Personen entwickelt. Diese Lebensläufe werden im Verlauf der Unterrichtseinheit vervollständigt.

In der zweiten Stunde werden Gründe für den Kulturkampf entwickelt. Der Einstieg gelingt über eine Karikatur, in der Priester aus einem Wahllokal ziehen. Daraus wird die Fragestellung abgeleitet, Katholiken eine Gefahr für die nationale Einheit des Deutschen Reiches sein können. Preußen basiert auf dem Protestantismus und sieht sich gefährdet durch Ausruhen gesteuerte deutsche Bürger. Um diese Frage zu beantworten, wird das Soester politische Programm der katholischen Zentrumspartei untersucht. Da das Zentrum eine politische Vertretung der Katholiken ist, kann es durchaus als korrektiv für Bismarcks Politik betrachtet werden. Bismarck könnte es somit als Gefahr im Parlament auffassen. In der Hausaufgabe beantwortet Otto von Bismarck die Frage in einer Rede vor dem Preußischen Abgeordnetenhaus. In der dritten Stunde wird der Kampf Bismarcks gegen das Zentrum untersucht. Die Argumente Bismarcks werden in Partnerarbeit erarbeitet. In der Hausaufgabe werden die Kulturkampfgesetze auf die wichtigsten Maßnahmen zur Schwächung des Zentrums und der Katholiken in Deutschland geprüft.

In der vierten Stunde wird die Reaktion des Zentrums ermittelt. Das Leben der katholischen Kirche und ihre Gemeinschaften in Deutschland wird von den Kulturkampfgesetzen stark geschwächt. Aus einer Rede von Windhorst werden Gegenmaßnahmen der Katholiken entwickelt. Strategien von Bismarck und Windhorst werden verglichen. Als Karikaturen steht das Schachspiel zwischen Windthorst und Bismarck zur Verfügung. Beide versuchen die Figuren des anderen zu schlagen. Windhorst stellt die Katholiken als gute deutsche Staatsbürger da. Es besteht absolut keinen Grund, sie anzugreifen.

Mit der 5. Stunde endet dieser erste Block. Das Ende des Kulturkampfes wird erarbeitet. Der Papst opfert die Zentrumspartei, um mit Bismarck ein Abkommen zu erreichen. Solange er die Katholiken sich nicht politisch engagieren, wird Bismarck nicht gegen sie vorgehen.

Der zweite Block thematisiert Antisemitismus im deutschen Kaiserreich und den Umgang der Katholiken damit.

Der Einstieg gelingt über eine Karikatur zu Vorurteilen über Frankfurter Juden. Juden sind in der Gesellschaft Frankfurt sowohl integriert als auch ausgegrenzt. Schon mal haben sie dieselben Rechte, doch im Alltagsleben werden sie immer wieder Opfer von Angriffen. Die Position der jüdischen Bevölkerung wird anhand eines Textes bearbeitet. In diesem Text wird das Unverständnis der Kinder bei ihren Angriffen auf jüdische Kinder dargestellt. Das Wort Jude wird als Schimpfwort empfunden. Was der Begriff überhaupt beinhaltet, ist den Kindern vollkommen unklar. In der zweiten Stunde wird die katholische Position von Windhorst zum Antisemitismus untersucht. Windhorst bekämpft Vorurteile gegen Juden aufs Schärfste.

Dazu wird ein Text erarbeitet, in dem sich jüdische Gemeinden für Windhorst aussprechen und seine Politik und den Katholizismus unterstützen.

In der dritten Stunde werden die Sozialistengesetze und ihre Paragrafen erarbeitet. Eine Rede Windhorst vor dem Reichstag gibt seine Perspektive dazu wieder. Die Sozialistengesetze verbieten jede Form von Organisation von Arbeitern. Meinungsfreiheit existiert nicht, deren Ausdruck wird mit hoher Geldstrafe geahndet. Windhorst fordert Gerechtigkeit für alle ein.

Die vierte Stunde untersucht die Beziehung zwischen Windthorst und Bismarck anhand von Auszügen ihrer Reden. Bismarck sieht Windthorst als Verräter. Windhorst ist mit Bismarcks Politik nicht einverstanden, zieht daraus aber keine persönlichen Konsequenzen, wie Feindschaft.

Der dritte Block thematisiert die grundlegende Entscheidung zwischen persönlicher Vorsorge und staatlicher Vorsorge. Staatliche Vorsorge macht den Bürger abhängig vom Staat. Sie raubt ihm seine persönliche Entscheidungsfreiheit und ersetzt sie durch eine vom Staat verordnete Sicherheit. Diese Sicherheit kann jederzeit entzogen werden. Dies zeigte der Kulturkampf. Diese Abhängigkeit führt zu dem zur Gleichschaltung und dazu, die eigene Meinung nicht mehr ausdrücken zu können, aus Angst vor Repressionen und Entzug von Sicherheit.

Die erste Stunde thematisiert die soziale Frage im Rahmen der industriellen Revolution. Der Arbeitnehmer wird ausgebeutet und hat keine Möglichkeit, diesen Vorgang zu beeinflussen.

Mit dem Streik schafft sich der Arbeiter selbst diese Möglichkeit. Der Einstieg gelingt über eine Bildanalyse zum Bild der Streik. Dabei werden die verschiedenen Gesellschaftsgruppen sowie deren Forderungen erschlossen. Eine Bildanalyse mit Lösung zu den fünf zentralen Teilen des Gemäldes liegt bei.

Die zweite Stunde untersucht die bereits dargestellte Entscheidung zwischen persönlicher und staatlicher Vorsorge. Dazu wird eine Rede von Windhorst sowie Statistiken zur deutschen Sozialversicherung erarbeitet.

In der dritten Stunde für die Lösung der sozialen Frage anhand der Konzepte von Bismarck und dem Zentrum analysiert. Ein mögliches Tafelbild ist enthalten.


Material:

Einstiegsstunde: Ludwig Windthorst: Wer ist das? 

2. Stunde: Die Gründe für den Kulturkampf

3. Stunde: Bismarcks Angriff auf das Zentrum 

4. Stunde: Die Reaktion des Zentrums 

5. Stunde: Das Ende des Kulturkampfes?

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.3 Königtum und Prophetie. Macht und Kritik.

9G.4 Arbeiten müssen – arbeiten dürfen. Herausforderung für die katholische Soziallehre.

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.3 Aspekte christlicher Anthropologie.

Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.1 Selbstverständnis der Kirche.

Q4.4 Kirche im Wandel der Zeit.

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10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 5. Der Mensch und seine Religiosität.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 3. Pluralität der Lebensformen: Dasein für andere und mit anderen.

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23.8.2022

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Unterrichtseinheit

Kirche

Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ,Kommunizieren und Kooperieren ,Produzieren und Präsentieren ,Analysieren und Reflektieren

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