Ihre genaue Zahl ist nicht bekannt und doch spielen sie eine wichtige Rolle in Liturgie und Frömmigkeit: die Heiligen. Aber wie wird ein Mensch ein Heiliger – und braucht es dafür immer ein fehlerloses Leben? Das ist Thema in der neuen Folge des katholisch.de-Podcasts "Aufgekreuzt".
Seit jeher gehören Heilige und Selige zur Kirche und zur Spiritualität vieler Katholikinnen und Katholiken dazu. Bis ein Mensch zur Ehre der Altäre erhoben werden kann, muss er einen genau vorgegebenen Prozess durchlaufen, der oft Jahrzehnte und manchmal sogar Jahrhunderte dauern kann. Die Initiative für Selig- und Heiligsprechungen kommt aber nicht etwas aus dem Vatikan, sondern von den Gläubigen vor Ort.
Das Medium beschäftigt sich mit der Bedeutung von Heiligen und Seligen in der katholischen Kirche sowie mit dem Ablauf und den Voraussetzungen von Selig und Heiligsprechungsverfahren. Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, was einen Menschen heilig macht, welche Funktionen Heilige für Kirche und Gläubige besitzen und warum bestimmte Personen offiziell verehrt werden. Das Medium erklärt die historische Entwicklung der Heiligenverehrung von den ersten Jahrhunderten des Christentums bis zu den heutigen kirchlichen Verfahren. Dabei werden Unterschiede zwischen Heiligen und Seligen, die Rolle von Vorbildern im Glauben sowie die Bedeutung von Patronaten erläutert. Zugleich thematisiert das Gespräch kritisch aktuelle Fragen nach Machtstrukturen, Geschlechterrollen, kultureller Vielfalt und kirchenpolitischen Interessen innerhalb von Heiligsprechungen. Außerdem wird ausführlich dargestellt, wie ein Seligsprechungsverfahren abläuft und welche theologischen, historischen und medizinischen Prüfungen dabei vorgenommen werden.