Im Schnitt besitzt jede*r Deutsche 10.000 Dinge. Zufall? Nicht unbedingt, denn die alltägliche Umgebung ist auf unseren Konsum ausgelegt. Der Supermarkt zum Beispiel ist ein einziges Psychospiel, Verführung pur. Wir werden durch ausgeklügelte Tricks zum Bummeln verleitet und auch dazu, mehr zu kaufen. Grade in der Adventszeit läuft die Konsummaschine auf Hochtouren.
„Ich kaufe also bin ich“ – dieses umgeänderte Zitat von René Descartes trifft es ganz gut, denn wir drücken uns durch unseren Konsum aus. Wir zeigen unsere Persönlichkeit und unseren Stand in der Gesellschaft durch das, was wir kaufen. Einkaufen kann glücklich machen, aber auch süchtig.
Das Medium beschäftigt sich mit Konsumverhalten, Konsumgesellschaft und der Frage nach dem Zusammenhang von Besitz, Glück und persönlicher Identität. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Menschen beim Einkaufen gezielt beeinflusst werden und Konsum längst nicht mehr nur der Versorgung dient. Beschrieben werden psychologische Strategien im Supermarkt, die Wirkung von Werbung und Marken sowie die emotionale Bedeutung des Kaufens. Das Medium zeigt, wie Konsum kurzfristig Glücksgefühle auslösen kann und warum Menschen Besitz oft mit Anerkennung, Zugehörigkeit oder Erfolg verbinden. Darüber hinaus werden historische Entwicklungen der modernen Konsumgesellschaft erläutert, insbesondere die Entstehung des Massenkonsums seit der Industrialisierung. Kritisch hinterfragt wird die Tatsache, dass Menschen immer mehr besitzen, jedoch häufig immer weniger Zeit und Möglichkeiten haben, die erworbenen Dinge tatsächlich sinnvoll zu nutzen. Abschließend wird die Idee eines bewussteren und intensiveren Umgangs mit Besitz vorgestellt. Statt ständig neue Dinge zu kaufen, soll die Beziehung zu bereits vorhandenen Gegenständen vertieft und bewusster gestaltet werden.