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Universität für Bodenkultur Wien

Universität für Bodenkultur Wien

Das Konzept der utilitaristischen Ethik

eine kritische Betrachtung

Veröffentlichung:21.2.2020

Die Unterrichtsstunde "Das Konzept der utilitaristischen Ethik" mit sieben Seiten biete Texte von Bentham, John Stuart Mill, Otfried Höffe, John Smart, Richard Brandt und weiteren Autoren. Die Texte können in Gruppenarbeit vergeben werden. Inhaltlich wird der Utilitarismus geschrieben, kritisiert, aber auch weiterentwickelt und verteidigt. Somit können Pro und Kontra Argumente aus dem Texten gesammelt werden. Es könnte sogar eine Podiumsdiskussion daraus Gestalt annehmen.

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Unterrichtsstunde: Entstehung des Utilitarismus

(90 Minuten)


I. Einführung (ca. 10 Minuten)

Begrüßung der Schüler und Einstieg in das Thema

Kurze Erklärung des Utilitarismus als ethische Theorie, die sich mit den Folgen von Handlungen befasst und das Prinzip des größten Glücks verfolgt

Vorstellung des Textes "Entstehung des Utilitarismus" als Grundlage für die heutige Unterrichtsstunde

Zielsetzung der Unterrichtsstunde: Verständnis für die Entstehung des Utilitarismus entwickeln und kritische Reflexion ermöglichen

Ein Video zum Einstieg ist auf dieser Seite von ru-digital im Dropdown-Menü eingebettete Medien zu finden.


II. Diskussion (ca. 20 Minuten)

Verteilen des Textes "Entstehung des Utilitarismus" an die Schüler und gemeinsames Lesen des Textes

Offene Diskussionsrunde, um das Verständnis des Textes zu fördern und kritische Fragen zu stellen

Schüler werden ermutigt, ihre Meinungen und Gedanken zum Utilitarismus auszudrücken und mögliche Fragen oder Unklarheiten zu äußern

Im Kontext des Utilitarismus betont Mill auch die Bedeutung von Bildung und Weiterentwicklung des moralischen Empfindens. Er argumentiert, dass Menschen, die eine höhere Qualität von Glück erfahren haben, aufgrund ihrer Erfahrungen ein feineres und raffinierteres Verständnis von Glück besitzen. Daher sind sie besser in der Lage, moralische Entscheidungen zu treffen und das größte Glück für die größte Anzahl von Menschen anzustreben. Bildung wird somit zu einem Schlüsselelement, um das Utilitarismus-Prinzip erfolgreich anwenden zu können.

Mill erkennt auch die Herausforderungen und Schwierigkeiten bei der Anwendung des Utilitarismus an. Es gibt Situationen, in denen verschiedene Nützlichkeiten miteinander kollidieren oder Pflichten einander widersprechen können. Diese ethischen Dilemmata erfordern sorgfältige Abwägungen und eine umfassende Analyse der Konsequenzen, um eine Entscheidung zu treffen, die dem Prinzip des größten Glücks am besten entspricht.

Abschließend lässt sich sagen, dass der Utilitarismus eine ethische Theorie ist, die sich auf die Konsequenzen und den Nutzen einer Handlung konzentriert. Er betont das Prinzip des größten Glücks für die größte Anzahl von Menschen und eröffnet damit einen umfassenden Rahmen für moralische Überlegungen. Der Text bietet einen Einblick in die Entstehung des Utilitarismus sowie in die Ansichten von Jeremy Bentham und John Stuart Mill, zwei herausragenden Vertretern dieser Theorie.


III. Praktische Anwendung (ca. 30 Minuten)

Einteilung der Schüler in Kleingruppen

Jede Gruppe erhält ein konkretes ethisches Dilemma (z.B. Entscheidung über Organspende, Verteilung begrenzter Ressourcen, etc.)

Die Schüler sollen in ihren Gruppen diskutieren und anhand des utilitaristischen Ansatzes argumentieren, welche Handlungsoption die größtmögliche Summe an Glück oder Nutzen für die betroffenen Personen generiert

Die Gruppen sollen ihre Entscheidungen begründen und mögliche Auswirkungen ihrer Entscheidungen aufzeigen


Beispiel:

Szenario: In einem kleinen, abgelegenen Dorf leiden mehrere Menschen an einer schweren Krankheit. Es gibt jedoch nur eine begrenzte Menge eines lebensrettenden Medikaments zur Verfügung. Die Dorfgemeinschaft steht vor der schwierigen Entscheidung, welche Personen das Medikament erhalten sollen.


Argumente:

Utilitaristischer Ansatz:

Nach dem Utilitarismus sollte das Medikament an diejenigen Personen verteilt werden, deren Nutzen oder Glück durch die Behandlung maximiert wird. Es sollten Faktoren wie das Alter, den Gesundheitszustand und die Erfolgsaussichten der Behandlung berücksichtigt werden. Ziel ist es, die größtmögliche Summe an Glück oder Lebensqualität für die größte Anzahl von Menschen zu erreichen.

Gerechtigkeitsansatz:

Einige argumentieren, dass das Medikament gerecht und gleichmäßig aufgeteilt werden sollte, um allen Patienten die gleiche Chance auf Rettung zu geben. Jeder Einzelne hat das gleiche moralische Recht auf das Medikament, unabhängig von individuellen Faktoren wie Alter oder Gesundheitszustand.

Bedürftigkeitsansatz:

Der Bedürftigkeitsansatz betont, dass das Medikament denjenigen gegeben werden sollte, die es am dringendsten benötigen. Diejenigen, deren Leben unmittelbar bedroht ist oder die in einem besonders kritischen Zustand sind, sollten Vorrang haben, da sie die größte Hilfe benötigen.


Die Entscheidung über die Verteilung des begrenzten Medikaments in diesem Szenario stellt die Dorfgemeinschaft vor ein ethisches Dilemma. Es erfordert eine sorgfältige Abwägung der utilitaristischen, gerechtigkeits- und bedürftigkeitsorientierten Argumente, um eine Lösung zu finden, die den Prinzipien des größten Glücks, der Gleichheit und der Hilfe für die Bedürftigsten gerecht wird. Es gibt kein einfaches oder eindeutiges "richtiges" oder "falsches" Vorgehen, sondern es bedarf einer gründlichen Diskussion und einer Abwägung der verschiedenen moralischen Aspekte, um zu einer ethisch begründeten Entscheidung zu gelangen.


IV. Präsentation der praktischen Anwendung (ca. 20 Minuten)

Jede Gruppe präsentiert ihre ethische Dilemma-Situation und die von ihnen gewählte Handlungsoption

Die Schüler sollen ihre Gedankengänge und den utilitaristischen Ansatz erläutern

Nach jeder Präsentation folgt eine kurze Diskussionsrunde, in der die anderen Schüler Fragen stellen und alternative Lösungsansätze vorschlagen können


V. Reflexion und Zusammenfassung (ca. 5 Minuten)

Gemeinsame Reflexion über die Diskussionen und Präsentationen

Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Unterschiede zwischen dem utilitaristischen Ansatz und anderen ethischen Theorien (z.B. Kants kategorischer Imperativ)

Schüler werden ermutigt, ihre eigene Meinung zum Utilitarismus zu reflektieren und mögliche Vor- und Nachteile zu diskutieren


VI. Hausaufgabe (ca. 5 Minuten)

Ankündigung der Hausaufgabe: Schüler sollen einen kurzen Aufsatz verfassen, in dem sie ihre persönliche Meinung zum Utilitarismus darlegen und begründen, ob sie diese ethische Theorie für sinnvoll halten oder nicht

Klärung von Fragen bezüglich der Aufgabenstellung

VII. Abschließende Worte (ca. 5 Minuten)

Zusammenfassung der Unterrichtsstunde und Wiederholung der wichtigsten Punkte

Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

Studyflix

12.7.2024

Umfang: Anregung

Hessen

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Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 2. Glückssuche und Sinngebung als Aufgabe und Ziel des Lebens.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 2. Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit – eine Herausforderung an die Christen.

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20.7.2022

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Menschen & Welt

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