Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II innerhalb der Themenbereiche „Religionskritik“, „Glaube und Vernunft“, „Psychologie und Religion“ oder „moderne Religionsdeutungen“. Die Lernenden erhalten einen grundlegenden Einblick in die psychoanalytische Religionskritik Freuds und können diese mit anderen religionskritischen Positionen vergleichen. Der Quellentext bietet eine gute Grundlage für die Analyse argumentativer Texte sowie für die Erarbeitung zentraler Begriffe wie Angst, Illusion, Projektion und Neurose. Methodisch eignet sich das Material besonders für arbeitsteilige Gruppenarbeiten, Textanalysen oder strukturierte Debatten zur Frage, ob Religion eher Ausdruck menschlicher Schwäche oder eine hilfreiche Ressource im Umgang mit Angst sein kann. Ebenso können biografische oder lebensweltliche Zugänge eröffnet werden, indem Lernende über menschliche Bedürfnisse nach Sicherheit, Orientierung und Geborgenheit reflektieren. In Verbindung mit theologischen Positionen oder religiösen Erfahrungen eröffnet das Material zudem die Möglichkeit, unterschiedliche Sichtweisen auf Religion kritisch zu diskutieren und eigene Standpunkte zu entwickeln. Durch die Verbindung von Psychologie, Philosophie und Religion fördert das Medium die Urteilsfähigkeit der Lernenden sowie die Fähigkeit, religiöse Phänomene aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.
In einem ersten Schritt wird Sigmund Freuds Konzept des Gottesbildes erfasst. In einem zweiten Schritt werden kindliche Bedürfnisse gesammelt die später als Illusion erkannt werden. Dies kann in Gruppenarbeit geschehen.