Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II in den Themenbereichen Bioethik, Menschenwürde, Schöpfungsverantwortung und Medizinethik. Der Text fordert Lernende dazu heraus, naturwissenschaftliche Entwicklungen nicht nur technisch, sondern auch ethisch und religiös zu reflektieren. Didaktisch empfiehlt sich zunächst eine strukturierte Erarbeitung der medizinischen Grundlagen des Klonens mithilfe der Texte und Grafiken. Lernende können Unterschiede zwischen therapeutischem und reproduktivem Klonen herausarbeiten und Chancen sowie Risiken diskutieren. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit ethischen Fragestellungen nach Menschenwürde, Identität und den Grenzen menschlicher Eingriffe in die Natur. Das im Material enthaltene Gedankenexperiment über das Klonen eines verstorbenen Kindes eröffnet intensive Gespräche über Leid, Hoffnung, Verlust und Verantwortung. Methodisch eignen sich Debatten, ethische Fallanalysen, Gruppenarbeit oder Rollenspiele aus unterschiedlichen Perspektiven wie Wissenschaft, Elternschaft, Kirche oder Politik. Die Einbindung des Gedichts „Hälfte des Lebens“ von Friedrich Hölderlin ermöglicht darüber hinaus einen emotionalen und existenziellen Zugang zu menschlichen Hoffnungen und Ängsten. Im religionspädagogischen Zusammenhang können biblische Schöpfungstexte sowie christliche Vorstellungen von Leben als Gabe Gottes vertieft werden. Das Medium fördert Urteilskompetenz, ethische Reflexionsfähigkeit, Dialogfähigkeit und die Fähigkeit, komplexe bioethische Fragestellungen differenziert zu beurteilen.
Im ersten Schritt werden die technischen Vorgänge des Klonens anhand einer umfangreichen Grafik erschlossen. Der zweite Schritt beinhaltet ein Gedankenexperiment zur ethischen Vertretbarkeit des Klonens vor dem Hintergrund eines Verkehrsunfalls. Sollten gestorbene Kinder geklont werden?
Im dritten Schritt wird über ein Gedicht von Hölderlin der Wert des Lebens und die Möglichkeit der eigenen Schöpfung neuen Lebens diskutiert. Dazu werden Gefühle und Empfindungen verschriftlicht oder in anderer Form im Plenum besprochen. Hoffnungen und Ängste zum Thema Tod und Leben werden thematisiert und möglicherweise in einer Mindmap gesammelt. Dies kann auch in Gruppenarbeit geschehen. In einem letzten Schritt werden christliche Antworten auf diesen Themenbereich gesammelt. Auch dies kann in Form einer Mindmap geschehen. Dabei werden die Feste des Jahreskreises und dabei besonders Weihnachten und Ostern als Geburt und Tod besprochen. Die Sakramente von Taufe bis letzte Ölung stellen ebenfalls den Lebensweg des christlichen Menschen in biografischer Form vor. Die biblischen Schöpfungstexte geben weitere Anhaltspunkte. Die Texte dazu sind nicht im Material enthalten. Beide Mindmaps können verglichen werden.