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Prof. Dr. Harald SeubertSchulamt Innsbruck

Prof. Dr. Harald Seubert,

Schulamt Innsbruck

Menschenwürde und Menschenrecht. Ab wann?

Veröffentlichung:1.3.2022

Die Unterrichtsstunde "Menschenwürde und Menschenrecht" mit zwei Seiten thematisiert über drei beispielhafte Theorien die Bedeutung der Menschenrechte.

Das Materialblatt „Menschenwürde und Menschenrecht. Ab wann?“ setzt sich mit der ethischen und anthropologischen Frage auseinander, ab welchem Zeitpunkt menschliches Leben als Träger von Menschenwürde und Menschenrechten verstanden werden kann. Dazu werden unterschiedliche Positionen aus Philosophie, Biologie und katholischer Moraltheologie gegenübergestellt. Der Philosoph Peter Singer argumentiert, dass ein Fötus noch keine Person sei und daher nicht denselben Anspruch auf Leben habe wie ein bewusstes menschliches Individuum. Die Biologin Christiane Nüsslein Volhard betont die Bedeutung der Einnistung des Embryos in die Gebärmutter als entscheidende Entwicklungsphase. Demgegenüber vertritt der Moraltheologe Eberhard Schockenhoff die Auffassung, dass menschliche Würde bereits mit der Verschmelzung von Ei und Samenzelle beginnt, da damit das vollständige Entwicklungspotential des Menschen gegeben sei. Das Medium eröffnet damit einen differenzierten Zugang zu bioethischen Grundfragen rund um Leben, Menschenwürde und Abtreibung.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II in den Themenbereichen Menschenwürde, Bioethik, Lebensschutz und Verantwortung. Der Text fordert Lernende dazu heraus, unterschiedliche ethische Positionen zu analysieren, kritisch zu vergleichen und eigene Standpunkte zu entwickeln. Aufgrund der sensiblen Thematik ist ein respektvoller und geschützter Gesprächsrahmen besonders wichtig. Didaktisch empfiehlt sich zunächst eine strukturierte Texterschließung, bei der die Argumentationslinien der einzelnen Positionen herausgearbeitet werden. Lernende können Gemeinsamkeiten und Unterschiede tabellarisch darstellen und die jeweiligen Menschenbilder analysieren. Besonders gewinnbringend ist die Diskussion darüber, welche Kriterien für Menschenwürde und Personsein herangezogen werden und welche gesellschaftlichen Konsequenzen sich daraus ergeben. Methodisch eignen sich Debatten, Gruppenarbeit, Pro und Contra Diskussionen oder ethische Fallanalysen. Ebenso kann die Frage nach Menschenrechten mit aktuellen gesellschaftlichen und medizinischen Entwicklungen verbunden werden. Im religionspädagogischen Zusammenhang eröffnet das Material Gespräche über das christliche Verständnis von Menschenwürde, die Unverfügbarkeit menschlichen Lebens und die Verantwortung gegenüber Schwächeren. Das Medium fördert Urteilskompetenz, ethische Reflexionsfähigkeit und die Fähigkeit, kontroverse Fragen sachlich und respektvoll zu diskutieren.

In einem ersten Schritt werden die drei Argumentationen auf Stichhaltigkeit geprüft. Dann werden weitere Argumente in Gruppenarbeit gesammelt und praktische Konsequenzen daraus bedacht.

In einem letzten Schritt wird in der Gruppe eine Entscheidung für eines der Konzepte getroffen. Auch die Erstellung eines weiteren Ansatzes ist möglich.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.3 Das Leben verantworten: Grundfragen medizinischer Ethik.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Schöne, neue Welt! – Science-Fiction oder bereits Realität?

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