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Christoph ThomaSchulamt Innsbruck

Christoph Thoma,

Schulamt Innsbruck

Von der Liebe, die gegen die Zeit gefeit ist

Veröffentlichung:1.3.2022

Die Unterrichtsstunde "Von der Liebe, die gegen die Zeit gefeit ist" mit zwei Seiten thematisiert und versucht eine Definition der andauernde Liebe zu entwickeln. Theorien von Michel Leiris dazu werden erfasst.

Das Materialblatt „Von der Liebe, die gegen die Zeit gefeit ist“ stellt einen philosophischen und zugleich existenziellen Text des französischen Schriftstellers Michel Leiris vor. Im Mittelpunkt steht die Frage nach Wesen, Dauer und Zerbrechlichkeit menschlicher Liebe. Leiris beschreibt Liebe als Versuch, im anderen Menschen etwas Heiliges und Geheimnisvolles zu entdecken. Gleichzeitig sieht er in jeder dauerhaften Beziehung die Gefahr, dass das Fremde und Faszinierende des anderen verloren geht und dadurch Liebe an Intensität einbüßt. Der Text verbindet Gedanken über Erotik, Sehnsucht und Nähe mit philosophischen Überlegungen zu Heiligkeit, Vergänglichkeit und menschlichen Beziehungen. Dabei verwendet Leiris religiöse Begriffe wie „Heiliges“ und „Gott“, um die besondere Bedeutung und Tiefe der Liebe sprachlich auszudrücken. Das Medium eröffnet dadurch einen anspruchsvollen Zugang zu Fragen nach Liebe, Bindung, Freiheit und menschlicher Sehnsucht.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II in den Themenbereichen Liebe, Beziehungen, Menschenbild, Sehnsucht und Sinnsuche. Aufgrund der sprachlichen und philosophischen Dichte empfiehlt sich eine schrittweise und intensive Texterschließung. Lernende können zunächst zentrale Begriffe wie Liebe, Heiliges, Erotik oder Profanität markieren und deren Bedeutung im Text herausarbeiten. Besonders gewinnbringend ist die Auseinandersetzung mit der Frage, warum Menschen in Beziehungen nach Nähe suchen und gleichzeitig Angst vor Gewöhnung oder Verlust von Spannung erleben. Methodisch eignen sich Gesprächsphasen, philosophische Diskussionen, Partnerarbeit oder kreative Schreibaufgaben wie innere Monologe oder Antworttexte an Michel Leiris. Ebenso kann der Text mit biblischen oder theologischen Vorstellungen von Liebe verglichen werden, etwa mit dem Hohelied der Liebe aus dem ersten Korintherbrief oder mit Vorstellungen von Treue und Partnerschaft. Die Lernenden können diskutieren, ob Liebe dauerhaft möglich ist und welche Voraussetzungen gelingende Beziehungen benötigen. Durch die Verbindung von philosophischer Reflexion, religiöser Sprache und existenziellen Erfahrungen fördert das Material die Selbstreflexion, Dialogfähigkeit und die Fähigkeit, unterschiedliche Vorstellungen von Liebe kritisch zu bedenken.

Der erste Schritt thematisiert die Begriffe „Liebe“ „das Heilige“ und „Gott“. Im nächsten Schritt werden Schwierigkeiten beim Empfinden von anhaltender Liebe nach Leiris ermittelt. Der dritte Schritt bietet eine Möglichkeit, diese Liebe zu erhalten und zu empfinden. Im letzten Schritt wird eine persönliche Meinung zu diesen Ansätzen entwickelt. Die Thesen enthalten den Anthropozentrismus der Gegenwart. In ihm sieht Leiris die Blendung des Menschen durch sein eigenes Ego. Deshalb hat der Mensch Probleme, alles Transzendente wie das Heilige und die Liebe wahrzunehmen.

Hessen

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Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.2 Anthropologie und Religion.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 2. Glückssuche und Sinngebung als Aufgabe und Ziel des Lebens.

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