Didaktisch bietet das Medium zahlreiche Möglichkeiten für einen lebensweltorientierten Religionsunterricht. Die Lernenden können sich mit grundlegenden Fragen nach Freundschaft, Verantwortung, Liebe, Vergänglichkeit und Sinn auseinandersetzen. Die episodische Struktur der Erzählung ermöglicht eine schrittweise Erarbeitung einzelner Themenbereiche und Figuren. Besonders geeignet sind Gesprächsphasen, in denen die Lernenden die Bedeutung der Begegnungen des kleinen Prinzen deuten und auf ihre eigene Lebenswelt übertragen. Methodisch eröffnen sich vielfältige kreative Zugänge. Die Lernenden können Figuren charakterisieren, Szenen nachspielen, innere Monologe verfassen, Standbilder gestalten oder eigene Symbole und Bilder zum Wesentlichen im Leben entwickeln. Die Figur des Fuchses eignet sich besonders für philosophische Gespräche über Vertrauen, Freundschaft und Bindung. Ebenso können die unterschiedlichen Planetenbewohner als Spiegel menschlicher Verhaltensweisen interpretiert werden. Im Religionsunterricht lassen sich zahlreiche Anknüpfungspunkte zu christlichen Werten herstellen, etwa zu Nächstenliebe, Verantwortung für andere Menschen, Hoffnung, Sinnsuche und der Frage nach dem Wesentlichen im Leben. Die Geschichte fördert Empathie, Reflexionsfähigkeit und symbolisches Denken. Darüber hinaus eignet sich das Medium für fächerverbindendes Arbeiten mit Deutsch, Ethik oder Kunst. Besonders gewinnbringend sind kreative Schreibaufgaben, Bildgestaltungen oder persönliche Reflexionen über eigene „Rosen“, also Menschen und Dinge, die für das eigene Leben wichtig sind.