Der erste Schritt zeigt ein Beispiel aus Baden-Württemberg zu Wasserknappheit in der Landwirtschaft. Im nächsten Schritt wird die Unverhältnismäßigkeit im Wasserverbrauch untersucht. Während die Bauern bei der Lebensmittelerzeugung sparen sollen, haben Privathaushalte Schwimmbecken. Verteilungsgerechtigkeit wird an diesem Beispiel diskutiert. Im nächsten Schritt werden Begriffe zu Frieden in eine Wortwolke geschrieben. Gemeinsam werden Lösungen für den Wasserstreit entwickelt.
Im nachfolgenden Schritt wird dieser kleinformatige Ansatz aus der Lebenswelt auf den Wasserkonflikt am Nil übertragen. Dazu sind drei Aufgaben im Material enthalten. Zuerst wird die Umgebung des Nils geografisch verortet. Dann wird der Staudammbau in Äthiopien auf die Wasserknappheit in Ägypten bezogen. Dazu sind auch QR Codes mit Links zu ergänzendem Material enthalten. Auch zu diesem Konflikt werden Lösungen entwickelt.
Didaktisch bietet das Medium zahlreiche Möglichkeiten für einen handlungsorientierten und werteorientierten Religionsunterricht. Die Lernenden setzen sich mit zentralen ethischen Fragen auseinander, etwa nach Gerechtigkeit, Verantwortung für die Schöpfung, Frieden und solidarischem Zusammenleben. Durch lebensnahe Beispiele wie den Streit um Wasser in einer Stadt in Baden Württemberg wird ein direkter Bezug zur Erfahrungswelt der Lernenden geschaffen. Dies erleichtert die persönliche Auseinandersetzung mit nachhaltigem Handeln und ermöglicht konkrete Handlungsperspektiven. Methodisch eignet sich das Material für Einzelarbeit, Partnerarbeit und Gruppenarbeit sowie für Diskussionen, Rollenspiele, Rechercheaufgaben und kreative Gestaltungsformen. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung von lokalem Lernen mit globalen Fragestellungen. Die Lernenden analysieren Konflikte, formulieren Interessen verschiedener Beteiligter und entwickeln eigene Lösungsvorschläge für friedliches Zusammenleben. Im Religionsunterricht können diese Inhalte mit Themen wie Bewahrung der Schöpfung, Verantwortung für Mitmenschen, Frieden stiften und globale Gerechtigkeit verbunden werden. Darüber hinaus fördern die Materialien Urteilskompetenz, Empathiefähigkeit und Perspektivwechsel. Die Aufgaben zur Streitschlichtung am Nil eröffnen zudem Möglichkeiten für kooperative Lernformen und friedenspädagogische Übungen. Das Medium eignet sich besonders für projektorientierten Unterricht, fächerverbindendes Arbeiten mit Geographie, Ethik oder Gemeinschaftskunde sowie für Unterrichtseinheiten zu Nachhaltigkeit und globalem Lernen.