RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
Christoph ThomaSchulamt Innsbruck

Christoph Thoma,

Schulamt Innsbruck

Schwangerschaftsabbruch und Lebensschutz konkret

Situationsanalyse in verschiedenen Perspektiven

Veröffentlichung:1.3.2022

Die Unterrichtsstunde "Schwangerschaftsabbruch und Lebensschutz konkret" mit drei Seiten untersucht anhand von sechs Textbeispielen die Entscheidungen für oder gegen ein Kind. Dabei werden Perspektiven von Müttern, Vätern, Beratungsstellen und der Kirche angeboten.

Das Materialblatt „Schwangerschaftsabbruch und Lebensschutz konkret“ behandelt ethische Konflikte rund um Schwangerschaftsabbruch, Pränataldiagnostik und den Schutz menschlichen Lebens. Im Mittelpunkt steht die Fallgeschichte eines Paares, das nach einer künstlichen Befruchtung während der Schwangerschaft mit der Diagnose einer schweren Fehlbildung des ungeborenen Kindes konfrontiert wird. Der Text beleuchtet die Situation aus unterschiedlichen Perspektiven, etwa aus Sicht der Mutter, des Vaters, der behandelnden Ärztin, einer Sozialpädagogin sowie durch ethische Positionen des Philosophen Peter Singer und von Papst Johannes Paul II. Darüber hinaus werden rechtliche Regelungen des österreichischen Strafgesetzbuches zum Schwangerschaftsabbruch dargestellt. Das Medium verdeutlicht die Spannungen zwischen Selbstbestimmung, Lebensschutz, Verantwortung, medizinischen Möglichkeiten und gesellschaftlichen Wertvorstellungen.

Products

Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II innerhalb der Themenbereiche Bioethik, Menschenwürde, Schwangerschaftsabbruch, Lebensschutz und medizinische Ethik. Die Lernenden erhalten die Möglichkeit, komplexe ethische Konfliktsituationen aus unterschiedlichen Perspektiven wahrzunehmen und verantwortungsbewusst zu reflektieren. Didaktisch empfiehlt sich ein sensibler und wertschätzender Zugang, da Fragen nach Schwangerschaft, Behinderung oder Schwangerschaftsabbruch persönliche Erfahrungen und Überzeugungen der Lernenden berühren können. Besonders geeignet ist die mehrperspektivische Fallanalyse, da sie die Lernenden dazu anregt, verschiedene Interessen, Ängste und moralische Positionen nachzuvollziehen. Methodisch bieten sich Gruppenarbeiten, Rollenspiele, Podiumsdiskussionen oder strukturierte Debatten an, bei denen einzelne Rollen übernommen und vertreten werden. Ebenso kann die Gegenüberstellung unterschiedlicher ethischer Positionen genutzt werden, um philosophische und religiöse Argumentationen miteinander zu vergleichen. Die Auseinandersetzung mit rechtlichen Grundlagen fördert zusätzlich die Fähigkeit, ethische und juristische Fragestellungen voneinander zu unterscheiden. Lehrkräfte sollten darauf achten, keine vorschnellen Bewertungen vorzugeben, sondern einen offenen Raum für differenzierte Meinungsbildung zu schaffen. Das Material stärkt insbesondere Urteilskompetenz, Empathiefähigkeit, Perspektivwechsel und ethische Reflexionsfähigkeit. Durch die Verbindung theologischer, philosophischer, gesellschaftlicher und medizinischer Aspekte eignet sich das Medium zudem sehr gut für fächerübergreifendes Arbeiten mit Ethik, Biologie oder Philosophie.

Um das Material besser für die deutsche Lebenswelt anzupassen, ist im dropdown Menü eingebettete Medien der §218 aus dem deutschen Gesetzbuch zu finden. Im Material ist der österreichische Gesetzestext enthalten.

Die Fragestellung fordert zum Sammeln der Interessen der am Entscheidungsprozess beteiligten Personen auf. Dabei wird besonders das Recht des Kindes hervorgehoben. Dann soll im Plenum eine Abwägung bzw. die Feststellung der Schwierigkeit einer solchen Abwägung diskutiert werden.

Methoden:

Gesetzanalyse

Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

18.11.2020

Umfang: Anregung

Schulbereich: Sekundarstufe I + weitere

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.4 Herausforderungen für Kirche und Ethik durch neue Erkenntnisse in Biologie und Medizin.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.3 Das Leben verantworten: Grundfragen medizinischer Ethik.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Die Rechtslage – der § 218

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 6. Ethische Fragen angesichts von Grenzsituationen.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.