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Christoph ThomaSchulamt Innsbruck

Christoph Thoma,

Schulamt Innsbruck

In Vitro Fertilisation

Veröffentlichung:1.3.2022

Die Unterrichtsstunde "In Vitro Fertilisation" mit vier Seiten untersucht medizinische ethische Problemstellungen vor dem Hintergrund christlicher Ethik.

Das Materialblatt „In Vitro Fertilisation und Präimplantationsdiagnostik“ beschäftigt sich mit medizinischen Verfahren künstlicher Befruchtung sowie mit ethischen Fragestellungen rund um die genetische Untersuchung von Embryonen. Das Medium erklärt zunächst die medizinischen Grundlagen der In Vitro Fertilisation und beschreibt unterschiedliche Formen wie homologe und heterologe Befruchtung, Eizellenspende oder Embryonenspende. Darüber hinaus wird die Präimplantationsdiagnostik erläutert, bei der Embryonen vor der Einpflanzung genetisch untersucht werden, um bestimmte Krankheiten oder Behinderungen auszuschließen. Das Material thematisiert dabei die moralischen Konflikte, die mit der Auswahl und Vernichtung von Embryonen verbunden sind. Ergänzend werden ethische Positionen katholischer Moraltheologen vorgestellt, die kritisch vor einer Entwicklung warnen, in der menschliches Leben zunehmend nach Kriterien von Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Nützlichkeit bewertet wird.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II innerhalb der Themenbereiche Bioethik, Menschenwürde, Beginn des Lebens, Medizinethik und Verantwortung moderner Gesellschaften. Die Lernenden erhalten die Möglichkeit, aktuelle Entwicklungen der Reproduktionsmedizin kennenzulernen und ethisch zu reflektieren. Didaktisch empfiehlt sich ein problemorientierter Einstieg über Fragen nach Kinderwunsch, medizinischen Möglichkeiten oder dem Umgang mit genetischen Erkrankungen. Anschließend können die medizinischen Verfahren schrittweise erschlossen und die damit verbundenen ethischen Konflikte diskutiert werden. Besonders geeignet ist die Auseinandersetzung mit den im Material dargestellten theologischen Positionen, da sie die Lernenden dazu anregt, über bedingungslose Annahme menschlichen Lebens, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Werte nachzudenken. Methodisch bieten sich Gruppenarbeiten, Debatten, Rollenspiele oder Dialogschreibaufträge an, etwa aus der Perspektive betroffener Eltern oder eines durch Präimplantationsdiagnostik ausgewählten Kindes. Lehrkräfte sollten das Thema sensibel behandeln, da Fragen nach Kinderlosigkeit, Behinderung oder genetischen Erkrankungen persönliche Erfahrungen der Lernenden berühren können. Wichtig ist zudem eine sachliche Unterscheidung zwischen medizinischen Fakten, rechtlichen Rahmenbedingungen und ethischen Bewertungen. Das Material fördert insbesondere ethische Urteilskompetenz, Perspektivwechsel, Argumentationsfähigkeit und die Fähigkeit, gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu hinterfragen. Durch die Verbindung theologischer, medizinischer und philosophischer Fragestellungen eignet sich das Medium zudem sehr gut für fächerübergreifendes Arbeiten mit Biologie, Ethik oder Philosophie.

Material:

1.1 In-Vitro-Fertilisation

1.2 Präimplantationsdiagnostik

2.1 Dietmar Mieth (Katholischer Moraltheologe)

2.2 Franz Kamphaus (ehem. Bischof von Limburg)


Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.4 Herausforderungen für Kirche und Ethik durch neue Erkenntnisse in Biologie und Medizin.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.3 Das Leben verantworten: Grundfragen medizinischer Ethik.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Pränatale Diagnostik, Präimplantationsdiagnostik (PID) – Segen oder Fluch?

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 6. Ethische Fragen angesichts von Grenzsituationen.

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