Der Einstieg kann über ein Video erfolgen. Ein Beispiel dafür ist im dropdown Menü eingebettete Medien auf dieser Seite von ru-digital zu finden. In einem ersten Schritt ja dann moralische Probleme im Bezug auf fünf verschiedene arten von Eingriffen in die Keimbahn identifiziert.
In Partnerarbeit werden entsprechende Passagen eines Textes zu Fragen mit moralischem Bezug umformuliert. Im nächsten Schritt wird in Gruppenarbeit der Nutzen von Gentests in Webrecherche untersucht. Dazu werden pro und kontra Argumente entwickelt diese können auch in eine Podiumsdiskussion eingebracht werden. Abschließend entsteht ein Leserbrief, der auf sieben in den Fragestellungen angegebene Satzteilen basiert.
Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II innerhalb der Themenbereiche Bioethik, Menschenwürde, Beginn des Lebens, Medizinethik und Verantwortung des Menschen. Die Lernenden erhalten die Möglichkeit, sich mit aktuellen medizinischen Entwicklungen auseinanderzusetzen und deren ethische Folgen differenziert zu reflektieren. Didaktisch empfiehlt sich ein problemorientierter Einstieg über aktuelle gesellschaftliche Debatten zu Kinderwunsch, Gentests oder medizinischer Forschung. Anschließend können die verschiedenen medizinischen Verfahren arbeitsteilig erschlossen und hinsichtlich ihrer Chancen und Risiken diskutiert werden. Besonders geeignet ist die Analyse der im Material dargestellten Fallgeschichte, da sie die Lernenden dazu anregt, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und ethische Konflikte nachvollziehbar zu beurteilen. Methodisch bieten sich Gruppenarbeiten, Pro und Contra Diskussionen, Rollenspiele, Debatten oder das Schreiben eines Leserbriefes an. Lehrkräfte sollten darauf achten, das Thema sensibel zu behandeln, da Fragen nach Kinderlosigkeit, Behinderung oder Schwangerschaft persönliche Erfahrungen der Lernenden berühren können. Wichtig ist außerdem eine sachliche Unterscheidung zwischen medizinischen Fakten und ethischen Bewertungen. Das Material fördert insbesondere ethische Urteilskompetenz, Perspektivwechsel, Argumentationsfähigkeit und die Fähigkeit, medizinischen Fortschritt kritisch zu reflektieren. Durch die Verbindung theologischer, medizinischer und gesellschaftlicher Fragestellungen eignet sich das Medium zudem sehr gut für fächerübergreifendes Arbeiten mit Biologie, Ethik oder Philosophie.