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Christoph ThomaSchulamt Innsbruck

Christoph Thoma,

Schulamt Innsbruck

Die Theodizeefrage

Veröffentlichung:1.3.2022

Die Unterrichtstunde "Die Theodizeefrage" mit vier Seiten untersucht das Leid aus einer atheistischen Perspektive. Die Frage und Antwort der Theodizee wird entwickelt. Vier Fragestellungen ermöglichen eine Analyse.

Das Materialblatt „Die Theodizeefrage“ setzt sich mit einer der zentralen Herausforderungen des Glaubens auseinander: der Frage, wie angesichts von Leid, Unrecht und menschlicher Grausamkeit noch an einen guten und gerechten Gott geglaubt werden kann. Ausgangspunkt ist die Darstellung moderner atheistischer Religionskritik, insbesondere bei Ludwig Feuerbach, Karl Marx und Friedrich Nietzsche. Darüber hinaus werden literarische und philosophische Stimmen wie Fjodor Dostojewskij, Albert Camus oder Emil Cioran aufgegriffen, die angesichts des Leidens unschuldiger Menschen die Existenz Gottes radikal infrage stellen. Das Material zeigt, wie die Erfahrung von Leid zur Grundlage atheistischer Argumentationen wird und wie daraus die klassische Theodizeefrage entsteht. Die Lernenden werden dazu eingeladen, philosophische Positionen kennenzulernen, zentrale Zitate zu analysieren und eigene Antworten auf die Frage nach Gott und dem Leid zu formulieren.

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Didaktisch eignet sich das Material besonders für die gymnasiale Oberstufe sowie für den Religions- und Ethikunterricht in den Themenfeldern Theodizee, Religionskritik, Gottesfrage und Anthropologie. Die anspruchsvollen philosophischen und literarischen Texte fördern die Fähigkeit der Lernenden, komplexe Argumentationen zu erschließen und sich mit existenziellen Fragen auseinanderzusetzen. Methodisch empfiehlt sich ein schrittweiser Zugang, da die Texte ein hohes Maß an Abstraktionsfähigkeit verlangen. Sinnvoll ist zunächst eine Einführung in die Grundfrage der Theodizee anhand konkreter Erfahrungen von Leid und Ungerechtigkeit. Anschließend können die verschiedenen philosophischen Positionen arbeitsteilig erschlossen und miteinander verglichen werden. Besonders geeignet sind Methoden wie Gruppenpuzzle, philosophisches Gespräch, Debatte, Textanalyse oder Schreibgespräche. Die Lernenden können zentrale Zitate interpretieren und deren Bedeutung für die Gottesfrage diskutieren. Die offene Reflexionsaufgabe zur eigenen Antwort auf die Theodizeefrage ermöglicht darüber hinaus einen subjektorientierten Zugang und eröffnet Raum für persönliche Glaubens- und Zweifelserfahrungen. Das Material eignet sich zudem hervorragend für fächerübergreifendes Arbeiten mit Philosophie, Deutsch oder Geschichte, insbesondere im Zusammenhang mit Themen wie Holocaust, Gewalt, Nihilismus oder Existenzialismus. Lehrkräfte sollten dabei auf eine sensible Gesprächsführung achten, da die Thematik existentielle Erfahrungen und persönliche Betroffenheit berühren kann. Gleichzeitig bietet das Material die Chance, theologisches Denken nicht als einfache Antwort, sondern als ernsthafte Auseinandersetzung mit menschlichem Leid erfahrbar zu machen.

Persönlich ausgewählte Texte werden im Web zur Theodizee recherchiert. Dies kann in Gruppenarbeit erfolgen.

Dabei wird die Frage nach der Theodizee erarbeitet: Warum lässt Gott das Leid zu. Auch die Antwort wird erarbeitet: Der freie Willen der Menschen und Naturgesetze sind verantwortlich.

Methoden:

Webrecherche

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.3 Religionskritik – Bestreitung der Vernünftigkeit des Gottesglaubens.

Q2.4 Theodizeefrage – ist der Glaube an einen allmächtigen und gütigen Gott (noch) möglich?.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 2. Gottesbestreitungen und Religionskritik.

11.2 / 3. Das Leid und die Frage nach Gott.

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