Didaktisch eignet sich das Material besonders für die Oberstufe sowie für den Ethik- und Religionsunterricht im Themenfeld Religionskritik, Atheismus und Glaube in der Moderne. Die Lernenden erwerben grundlegende Kenntnisse über philosophische Positionen und werden dazu angeregt, Argumentationsstrukturen kritisch zu analysieren und eigene Standpunkte zu entwickeln. Methodisch bietet sich ein arbeitsteiliger Zugang an, bei dem Kleingruppen jeweils einen Philosophen bearbeiten und die Ergebnisse anschließend im Plenum vorstellen. Dadurch können unterschiedliche Formen der Religionskritik vergleichend erarbeitet werden. Besonders gewinnbringend sind die Reflexionsaufgaben, die ethische und existenzielle Fragen aufgreifen und die Lernenden zur persönlichen Auseinandersetzung mit Glauben, Freiheit, Glück und Sinn herausfordern. Die Texte eignen sich zudem gut für Methoden wie Philosophisches Gespräch, Debatte, Placemat, Gruppenpuzzle oder Lerntempoduett. Kreative Aufgaben wie das Erstellen eines Kritzelbildes zu Nietzsche oder das Verfassen eigener Stellungnahmen fördern einen subjektorientierten Zugang und ermöglichen unterschiedliche Ausdrucksformen. Darüber hinaus bietet das Material zahlreiche Anknüpfungspunkte für fächerübergreifendes Arbeiten mit Philosophie, Geschichte oder Ethik. Die Lernenden lernen dabei, Religionskritik nicht vorschnell abzuwerten, sondern als wichtigen Beitrag zur Reflexion über Religion und Glauben wahrzunehmen. Gleichzeitig eröffnet das Material die Möglichkeit, christliche Antworten auf atheistische Positionen zu thematisieren und so dialogisches Lernen zu fördern.
In vier Gruppen können die Texte der vier Philosophen analysiert und anhand der ihnen zugeordneten Fragen ausgewertet werden. Dabei werden die Grundlagen der jeweiligen atheistischen Konzepte ermittelt. Diese können auch grafisch dargestellt werden. Nach der Vorstellung der Gruppen können die Konzepte verglichen werden. Es kann daraus ein Tafelbild mit den zentralen atheistischen Thesen entstehen.