Die Theodizee-Frage besitzt bis heute ungebrochene Aktualität. Christina Kreuzwieser, Dozentin für Alte Sprachen an der Katholisch-Theologischen Fakultät der JGU Mainz, geht dieser Frage nach und klärt dabei auch, wo und wie dabei Hiob ins Spiel kommt.
Das Medium widmet sich der sogenannten Theodizeefrage und setzt sich mit der grundlegenden Problematik auseinander, wie ein allmächtiger und zugleich guter Gott angesichts von Leid und Bösem gedacht werden kann. Ausgangspunkt ist die Frage, ob Gottes Allmacht und Güte mit den Erfahrungen menschlichen Leidens vereinbar sind. Das Video erläutert verschiedene Denkansätze zur Theodizeefrage und zeigt zugleich die Grenzen rein theoretischer Antworten auf. Im Mittelpunkt steht dabei das biblische Buch Hiob: Die Leidensgeschichte Hiobs und die Gespräche mit seinen Freunden werden als Versuch dargestellt, Antworten auf menschliches Leid zu finden. Dabei wird deutlich, dass traditionelle Erklärungsmuster wie der Zusammenhang von Schuld und Strafe nicht ausreichen, um Leid zu erklären. Das Medium arbeitet heraus, dass die eigentliche Antwort des Buches Hiob weniger in rationalen Argumenten als vielmehr in einer existenziellen Gotteserfahrung liegt. Dadurch eröffnet das Video einen persönlichen und zugleich theologischen Zugang zu Fragen nach Leid, Glaube, Gottesbild und menschlicher Begrenztheit.