Die Christologie ist die Lehre vom Christus bzw. seit Jesus die Lehre von Jesus als dem Christus. Gerade nach Tod und Auferstehung Jesu stellte sich die Frage, wer denn dieser Jesus von Nazareth gewesen war. Nur ein Mensch? Oder gar Gott? Oder sogar beides? Und wenn er beides war, wie sollte man sich das vorstellen?
Die ersten Jahrhunderte der Geschichte des Christentums sind von diesen Fragen geprägt und in dieser Videoreihe will ich die christologischen Entwicklungen der Alten Kirche, d. h. der Antike, nachzeichnen.
Das Video behandelt die letzten christologischen Auseinandersetzungen der Alten Kirche nach dem Konzil von Chalkedon. Im Mittelpunkt stehen die Konflikte zwischen den Anhängern der Zwei Naturen Lehre und den Vertretern des Monophysitismus beziehungsweise Monotheletismus. Das Medium erklärt die Ausbreitung des Monophysitismus besonders im Osten des Römischen Reiches sowie die theologischen und politischen Bemühungen, diese Gruppen wieder in die Kirche einzugliedern. Vorgestellt werden unter anderem die Positionen von Severus von Antiochien, Leontios von Jerusalem und Maximus Confessor. Besonders ausführlich wird die Frage behandelt, ob Jesus Christus einen oder zwei Willen besaß. Abschließend wird erklärt, wie das dritte Drittes Konzil von Konstantinopel den Monotheletismus verwarf und damit die altkirchliche Entwicklung der Christologie zu einem Abschluss brachte.