Die Christologie ist die Lehre vom Christus bzw. seit Jesus die Lehre von Jesus als dem Christus. Gerade nach Tod und Auferstehung Jesu stellte sich die Frage, wer denn dieser Jesus von Nazareth gewesen war. Nur ein Mensch? Oder gar Gott? Oder sogar beides? Und wenn er beides war, wie sollte man sich das vorstellen?
Die ersten Jahrhunderte der Geschichte des Christentums sind von diesen Fragen geprägt und in dieser Videoreihe will ich die christologischen Entwicklungen der Alten Kirche, d. h. der Antike, nachzeichnen.
Das Video zur Christologie des Arius behandelt eine der bedeutendsten theologischen Kontroversen der frühen Kirche und führt in die Grundlagen des sogenannten Arianismus ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Jesus Christus wirklich Gott oder lediglich ein geschaffenes Wesen sei. Das Medium erläutert zunächst die historischen Hintergründe und zeigt, wie Arius im vierten Jahrhundert eine Christologie entwickelte, die Elemente der Logos Theologie mit Gedanken des Adoptionismus verbindet. Besonders hervorgehoben wird seine Vorstellung eines absolut transzendenten Gottes, der keine Teilung oder Veränderung zulässt. Deshalb könne der Logos Sohn nach Arius nicht wesensgleich mit Gott Vater sein, sondern müsse als erstes Geschöpf Gottes verstanden werden. Das Video erklärt anschaulich, wie Arius biblische Texte deutet und daraus seine Vorstellung ableitet, dass der Logos erschaffen wurde und somit nicht ewig existiert. Ebenso wird deutlich gemacht, welche Konsequenzen diese Position für das Verständnis von Erlösung, Inkarnation und Gotteserkenntnis besitzt. Das Medium zeigt darüber hinaus, warum die Lehre des Arius zu heftigen theologischen Auseinandersetzungen führte und schließlich das Konzil von Nicäa einberufen wurde.