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Calum erlebt den Bombenkrieg (4)

Der Krieg und ich | SWR Plus

Veröffentlichung:1.9.2019

In England und in Schottland bereitet man sich auf den Bombenkrieg vor. Auch in der Schule wird gezeigt, wie man sich im Ernstfall verhalten soll. Calum hat genug vom Gerede über den Krieg und spielt lieber den Klassenclown. Übertreiben alle mit ihrer Angst und ihren Verboten oder ist seine Heimatstadt wirklich in Gefahr?

Wie fühlt sich Krieg an? Und wie war es, im Zweiten Weltkrieg aufzuwachsen? Die achtteilige Serie "Der Krieg und ich" erzählt von Kindern und ihrem Leben im Krieg.

Das Video erzählt die Geschichte des schottischen Jungen Calum während des Zweiten Weltkriegs in der Stadt Clydebank. Anfangs nimmt Calum die Schutzmaßnahmen gegen Luftangriffe nicht ernst und empfindet die ständigen Übungen als lästig. Doch als deutsche Bomber tatsächlich seine Heimatstadt angreifen, erlebt er die Schrecken des Krieges unmittelbar. Das Video zeigt eindrücklich die Angst der Menschen während der Bombenangriffe, die Zerstörung der Stadt und die Verantwortung, die selbst Kinder und Jugendliche übernehmen mussten. Besonders wichtig ist die Entwicklung Calums, der lernt, Verantwortung zu tragen und anderen Menschen zu helfen. Das Medium macht deutlich, wie Krieg den Alltag von Familien verändert und wie Kinder mit Verlust, Angst und Unsicherheit umgehen mussten.

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Das Video eignet sich sehr gut für den Religionsunterricht der Sekundarstufe, da es zentrale Themen wie Verantwortung, Angst, Gemeinschaft und Hoffnung behandelt. Die Lernenden erhalten einen emotionalen Zugang zu den Erfahrungen von Kindern im Zweiten Weltkrieg und können nachvollziehen, wie Krieg das Leben junger Menschen verändert. Besonders geeignet sind Unterrichtsgespräche über Mut, Hilfsbereitschaft und die Frage, wie Menschen in Krisenzeiten Verantwortung füreinander übernehmen. Methodisch bietet sich zunächst eine gemeinsame Sichtung ausgewählter Szenen oder der gesamten Folge an. Anschließend können die Lernenden über die Gefühle und Entscheidungen der Figuren sprechen und diese mit heutigen Erfahrungen von Unsicherheit oder Krisen vergleichen. Die Entwicklung Calums vom unbeschwerten Jungen hin zu einem verantwortungsbewussten Helfer bietet zahlreiche Gesprächsanlässe. Kreative Methoden wie Tagebucheinträge, Rolleninterviews oder Standbilder ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Erfahrungen der Figuren. Ebenso kann das Thema mit biblischen Texten über Hoffnung, Zusammenhalt und Frieden verbunden werden. Das Medium regt dazu an, über die Folgen von Krieg nachzudenken und die Bedeutung von Menschlichkeit und Solidarität in schwierigen Zeiten zu erkennen. Gleichzeitig stärkt es Empathie und historisches Bewusstsein bei den Lernenden.

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