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Jesus Glauben - Folge 13 - Über starke Worte, Blasphemie, die Verurteilung und den Tod Jesu

Veröffentlichung:1.12.2020

Das Video behandelt die Verurteilung Jesu und fragt, weshalb Jesus nach Darstellung der Evangelien zum Tod verurteilt wurde. Im Mittelpunkt steht das Verhör vor dem Hohen Rat, in dem Jesus auf die Frage nach seiner messianischen Identität mit Worten aus Daniel 7 und Psalm 110 antwortet. Dadurch wird sein Anspruch sichtbar, als Menschensohn zur Rechten Gottes zu sitzen und mit den Wolken des Himmels zu kommen. Das Video deutet diese Aussage im jüdischen Kontext als Anspruch auf göttliche Würde, weshalb der Vorwurf der Blasphemie erhoben wird. Darüber hinaus erklärt das Medium die Bedeutung von Psalm 22 am Kreuz sowie das johanneische Motiv von Blut und Wasser aus der Seite Jesu als Hinweis auf Jesus als neuen Tempel und endgültige Gegenwart Gottes.

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Didaktisch eignet sich das Video besonders für Unterrichtseinheiten zur Passion Jesu, zur Christologie und zur Frage nach Schuld, Urteil und religiöser Deutung des Kreuzestodes. Lernende können nachvollziehen, dass die Kreuzigung in den Evangelien nicht nur als historisches Gewaltgeschehen erscheint, sondern theologisch als Teil der Sendung Jesu gedeutet wird. Methodisch bietet sich zunächst eine Klärung zentraler Begriffe an, etwa Blasphemie, Messias, Menschensohn, Hoher Rat, Passion, Passah und Tempel. Anschließend können Lernende in Gruppen verschiedene Textbezüge untersuchen, zum Beispiel Markus 14, Daniel 7, Psalm 110, Psalm 22 und Johannes 19. Dabei sollte deutlich werden, dass die Evangelien Jesu Tod aus alttestamentlichen Motiven heraus verstehen und nicht nur als politisches Scheitern erzählen. Besonders geeignet ist ein Vergleich unterschiedlicher Deutungen des Kreuzes: als Skandal, als Scheitern, als Opfer, als Erfüllung der Schrift, als Zeichen der Liebe Gottes und als neue Gegenwart Gottes. Die Arbeit mit dem Medium sollte sensibel moderiert werden, da Aussagen über Judentum, Islam und christliche Glaubensdeutung im Unterricht differenziert eingeordnet werden müssen. Lernende sollten erkennen, dass religiöse Texte Perspektiven eröffnen, aber auch kritisch befragt werden dürfen. Methodisch kann das Video als Impuls für ein Tafelbild, eine Bibelstellenwerkstatt, ein Streitgespräch oder eine Schreibaufgabe genutzt werden. Eine mögliche Aufgabe wäre, aus der Sicht verschiedener Beteiligter kurze Deutungen des Prozesses Jesu zu formulieren, etwa aus der Perspektive eines Jüngers, eines Mitglieds des Hohen Rates, eines römischen Beobachters oder einer heutigen Theologin. So wird historisches Verstehen mit theologischer Urteilsbildung verbunden.

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