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Jesus Glauben - Folge 05 - Evidenz, Tradition und die Frage, wer die Evangelien geschrieben hat

Veröffentlichung:6.10.2020

Das Video beschäftigt sich mit der Frage, wer die Evangelien geschrieben hat, und untersucht dazu sowohl die internen Hinweise der Texte selbst als auch die externen Zeugnisse der frühen Kirche. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass man bei der Suche nach einem Autor zunächst den Text und seine Titel betrachtet. Das Video erklärt, dass die Evangelien in den ältesten Handschriften durchgehend Matthäus, Markus, Lukas und Johannes zugeschrieben werden und dass es keine unterschiedlichen Traditionen zur Autorenschaft gibt. Anschließend wird besonders ausführlich das Markusevangelium behandelt. Dabei wird gezeigt, wie sich aus neutestamentlichen Texten und frühen außerbiblischen Quellen Hinweise auf die Person des Markus ergeben. Das Medium stellt die Verbindung zwischen Johannes Markus, Paulus und Petrus dar und erläutert die Aussagen früher Kirchenväter wie Papias von Hierapolis, Irenäus von Lyon und Clemens von Alexandria. Zudem werden sprachliche und inhaltliche Besonderheiten des Markusevangeliums untersucht, die auf eine Nähe zu Petrus hinweisen könnten. Abschließend wird sogar ein möglicher Bezug des Markusevangeliums zum römischen Werk Satyricon diskutiert, wodurch eine frühe Datierung des Evangeliums plausibel erscheinen soll. Das Medium verbindet historische Forschung, Textkritik und frühe christliche Tradition zu einer umfassenden Betrachtung der Evangelienautorenschaft.

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Didaktisch eignet sich das Video besonders für den Religionsunterricht in der Oberstufe sowie für Unterrichtseinheiten zur Entstehung des Neuen Testaments und zur historischen Jesusforschung. Die Lernenden erhalten einen differenzierten Einblick in historische Arbeitsweisen und lernen den Unterschied zwischen interner und externer Evidenz kennen. Besonders gewinnbringend ist dabei die Erkenntnis, dass historische Forschung nicht nur auf direkten Beweisen beruht, sondern häufig verschiedene Indizien miteinander verknüpft werden müssen. Methodisch bietet sich zunächst eine gemeinsame Erarbeitung der Begriffe interne Evidenz und externe Evidenz an. Anschließend können Lernende arbeitsteilig die verschiedenen Argumentationslinien untersuchen, etwa die neutestamentlichen Hinweise auf Markus, die Aussagen der Kirchenväter oder die sprachlichen Besonderheiten des Markusevangeliums. Ebenso eignet sich das Medium für eine Quellenanalyse, bei der Lernende originale Textstellen aus dem Markusevangelium mit Aussagen früher christlicher Autoren vergleichen. Eine Zeitleiste zur Entwicklung der Tradition um Markus und Petrus kann zusätzlich helfen, historische Zusammenhänge sichtbar zu machen. Für vertiefende Diskussionen kann gefragt werden, wie viel historische Sicherheit überhaupt möglich ist und welche Rolle Wahrscheinlichkeiten in der Geschichtswissenschaft spielen. Auch die Frage, warum frühe Christen bestimmte Texte als glaubwürdig ansahen, bietet zahlreiche Gesprächsanlässe. Das Medium fördert historische Urteilskompetenz, Quellenkritik, theologisches Reflexionsvermögen und die Fähigkeit, komplexe Argumentationen nachzuvollziehen. Durch die Verbindung von biblischen Texten, historischen Quellen und moderner Forschung eignet sich das Video zudem sehr gut zur Förderung wissenschaftspropädeutischer Kompetenzen im Religionsunterricht.

Hessen

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Sekundarstufe II | E2 Gotteswort im Menschenwort – Themen der Bibel und ihre Aneignung

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11.2 / 2. Gottesbestreitungen und Religionskritik.

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