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Jesus Glauben - Folge 02 - Über die Suche nach dem historischen Jesus

Veröffentlichung:15.9.2020

Das Video zeichnet die Entwicklung der historischen Jesusforschung seit der Aufklärung nach und setzt sich kritisch mit verschiedenen Theorien über die Person Jesu auseinander. Ausgangspunkt ist die Frage, wie historische Erkenntnis möglich ist und welche Rolle naturwissenschaftliches Denken dabei spielt. Das Video erklärt zunächst den Unterschied zwischen vernünftiger wissenschaftlicher Methodik und ideologischen Vorentscheidungen wie dem Naturalismus. Anschließend wird gezeigt, wie sich seit der Aufklärung das Bild Jesu verändert hat. Während frühere Generationen die Evangelien weitgehend als glaubwürdige Zeugnisse verstanden, entstanden zahlreiche Theorien, die Wunder, Offenbarung und die Göttlichkeit Jesu ablehnten. Vorgestellt werden unter anderem Betrugstheorien, Mythentheorien und Vorstellungen eines rein symbolischen oder erfundenen Jesus. Zahlreiche Vertreter der historischen Jesuskritik werden genannt und ihre unterschiedlichen Entwürfe erläutert. Das Medium verdeutlicht dabei, dass viele dieser Modelle untereinander widersprüchlich sind und oft stärker von philosophischen Vorannahmen als von historischen Quellen geprägt wurden. Abschließend verweist das Video auf neuere Entwicklungen der Forschung, die den jüdischen Hintergrund Jesu wieder stärker berücksichtigen und die Quellenlage differenzierter bewerten.

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Didaktisch eignet sich das Video besonders für den Religionsunterricht der Oberstufe sowie für philosophische und theologische Unterrichtseinheiten zur historischen Jesusforschung. Die Lernenden erhalten einen Einblick in unterschiedliche wissenschaftliche Zugänge zur Frage nach Jesus von Nazareth und lernen, zwischen historischer Forschung, philosophischen Vorannahmen und religiösem Glauben zu unterscheiden. Besonders wertvoll ist dabei die kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff des Naturalismus und der Frage, wie weltanschauliche Voraussetzungen wissenschaftliche Ergebnisse beeinflussen können. Methodisch empfiehlt sich eine arbeitsteilige Gruppenarbeit, bei der einzelne Gruppen unterschiedliche Jesusbilder oder Vertreter der historischen Kritik untersuchen und ihre Ergebnisse präsentieren. Ebenso kann eine Zeitleiste zur Entwicklung der Jesusforschung erstellt werden, um die Veränderungen vom Zeitalter der Aufklärung bis zur modernen Forschung sichtbar zu machen. Das Medium eignet sich zudem sehr gut für Diskussionen über die Grenzen historischer Erkenntnis sowie über die Frage, ob Wunderberichte grundsätzlich ausgeschlossen werden dürfen. Lernende können verschiedene Positionen miteinander vergleichen und dabei eigene Kriterien für historische Glaubwürdigkeit entwickeln. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung von Religionsunterricht mit philosophischen Fragestellungen über Wissenschaft, Wahrheit und Ideologie. Das Medium fördert Quellenkritik, Urteilskompetenz, historisches Denken und die Fähigkeit, wissenschaftliche und weltanschauliche Argumente voneinander zu unterscheiden. Durch die zahlreichen Beispiele und historischen Figuren eignet sich das Video außerdem gut als Grundlage für Referate, Debatten oder vertiefende Projektarbeit.

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