Didaktisch eignet sich das Video besonders für den Religionsunterricht der Oberstufe sowie für philosophische und theologische Unterrichtseinheiten zur historischen Jesusforschung. Die Lernenden erhalten einen Einblick in unterschiedliche wissenschaftliche Zugänge zur Frage nach Jesus von Nazareth und lernen, zwischen historischer Forschung, philosophischen Vorannahmen und religiösem Glauben zu unterscheiden. Besonders wertvoll ist dabei die kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff des Naturalismus und der Frage, wie weltanschauliche Voraussetzungen wissenschaftliche Ergebnisse beeinflussen können. Methodisch empfiehlt sich eine arbeitsteilige Gruppenarbeit, bei der einzelne Gruppen unterschiedliche Jesusbilder oder Vertreter der historischen Kritik untersuchen und ihre Ergebnisse präsentieren. Ebenso kann eine Zeitleiste zur Entwicklung der Jesusforschung erstellt werden, um die Veränderungen vom Zeitalter der Aufklärung bis zur modernen Forschung sichtbar zu machen. Das Medium eignet sich zudem sehr gut für Diskussionen über die Grenzen historischer Erkenntnis sowie über die Frage, ob Wunderberichte grundsätzlich ausgeschlossen werden dürfen. Lernende können verschiedene Positionen miteinander vergleichen und dabei eigene Kriterien für historische Glaubwürdigkeit entwickeln. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung von Religionsunterricht mit philosophischen Fragestellungen über Wissenschaft, Wahrheit und Ideologie. Das Medium fördert Quellenkritik, Urteilskompetenz, historisches Denken und die Fähigkeit, wissenschaftliche und weltanschauliche Argumente voneinander zu unterscheiden. Durch die zahlreichen Beispiele und historischen Figuren eignet sich das Video außerdem gut als Grundlage für Referate, Debatten oder vertiefende Projektarbeit.