Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe I und II innerhalb der Themenbereiche Gerechtigkeit, Verantwortung, Menschenwürde, Solidarität und gesellschaftliches Zusammenleben. Die Reportage eröffnet einen lebensnahen Zugang zu sozialen Fragen und ermöglicht Lernenden, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu reflektieren. Durch die unterschiedlichen Positionen im Film können Lernende Perspektivwechsel einüben und nachvollziehen, wie verschieden Menschen soziale Veränderungen wahrnehmen und bewerten. Methodisch bietet sich eine Arbeit mit ausgewählten Filmsequenzen an, die zunächst beschrieben und anschließend analysiert werden. Besonders geeignet sind Szenen zu Verdrängung, Protest, Polizeikontrollen oder Aussagen über Solidarität und Gemeinschaft. In Gruppenarbeiten können Lernende unterschiedliche Rollen übernehmen und Positionen aus Sicht von Anwohnenden, Investoren, Politik oder Aktivistinnen und Aktivisten diskutieren. Ebenso eignen sich Debattenformate oder Standbildarbeit, um Konflikte sichtbar zu machen und ethische Fragestellungen zu vertiefen. Der Religionsunterricht kann dabei Verbindungen zu christlichen Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit, Verantwortung für Mitmenschen und Schutz der Schwächeren herstellen. Auch biblische Texte zur Gerechtigkeit oder zur Verantwortung für die Gemeinschaft können einbezogen werden. Kreative Methoden wie das Schreiben eines Tagebucheintrags aus Sicht Betroffener oder das Entwickeln eigener Ideen für gerechtes Wohnen fördern die persönliche Auseinandersetzung. Wichtig ist eine sensible Moderation, da Themen wie soziale Ungleichheit, Armut oder Ausgrenzung persönliche Erfahrungen der Lernenden berühren können.