RU-digitalRU-digital-logo
Leopold Museum Wien

Leopold Museum Wien

Gustav Klimt, Tod und Leben

Veröffentlichung:2.7.2020

Dieses Video stellt das Werk von Gustav Klimt "Tod und Leben" vor. Dieses Werk zeigt moderne Vorstellungen von Leben und Tod, die mit den Vorstellungen der Bibel und mittelalterlichen Bildern verglichen werden können.

Das Video stellt Gustav Klimts berühmtes Gemälde „Death and Life“ („Tod und Leben“) vor, das ursprünglich den Titel „Fear of Death“ („Angst vor dem Tod“) trug. Die Präsentation erläutert die Entstehungsgeschichte des Werkes sowie die Überarbeitung des Bildes durch Klimt in den Jahren 1915/1916. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit den Themen Vergänglichkeit, Sterblichkeit und dem Kreislauf des Lebens. Das Gemälde zeigt auf der einen Seite den Tod als beobachtende Gestalt und auf der anderen Seite verschiedene Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen – Liebende, eine Mutter mit Kind und eine alte Frau. Besonders hervorgehoben wird die Symbolik der geschlossenen Augen, die auf Traum, Verdrängung und Unbewusstes verweist. Zudem wird das Werk in den kulturgeschichtlichen Kontext des Wiener Fin de Siècle eingeordnet und mit Sigmund Freuds Traumdeutung in Verbindung gebracht. Das Medium eröffnet damit einen kunsthistorischen und zugleich existenziellen Zugang zu Fragen von Leben, Tod und menschlicher Endlichkeit.

Products

Das Video eignet sich in besonderer Weise für den Religionsunterricht, da es zentrale anthropologische und religiöse Fragen ästhetisch verdichtet darstellt. Die Auseinandersetzung mit Klimts Gemälde ermöglicht Lernenden einen emotionalen und symbolischen Zugang zu den Themen Tod, Vergänglichkeit, Angst, Hoffnung und Lebenssinn. Durch die Verbindung von Kunst, Symbolik und existenziellen Fragen eröffnet das Video vielfältige Gesprächsanlässe, die sowohl subjektorientiertes Lernen als auch theologisches Nachdenken fördern.

Zu Beginn der Unterrichtseinheit empfiehlt sich eine erste Bildbetrachtung ohne Vorinformationen. Lernende können zunächst ihre spontanen Eindrücke äußern: Welche Gefühle löst das Bild aus? Welche Figuren fallen besonders auf? Welche Wirkung hat die Darstellung des Todes? Anschließend kann das Video eingesetzt werden, um Hintergrundinformationen zur Entstehungsgeschichte und zur Symbolik des Werkes zu vermitteln. Besonders die Gegenüberstellung von Leben und Tod bietet Anlass für Deutungsprozesse und persönliche Reflexionen.

Die Symbolik der geschlossenen Augen eignet sich für vertiefende Gespräche über Verdrängung, Angst und menschliche Unsicherheit angesichts des Todes. Lernende können diskutieren, warum die dargestellten Menschen dem Tod nicht direkt begegnen und welche Bedeutung Träume oder das Unbewusste im Umgang mit existenziellen Fragen besitzen. Hier lassen sich auch Bezüge zur Lebenswelt der Lernenden herstellen, etwa zu Erfahrungen von Verlust, Angst oder Unsicherheit.

Das Gemälde bietet darüber hinaus zahlreiche Möglichkeiten für kreative und handlungsorientierte Methoden. Lernende können eigene Bildinterpretationen verfassen, Standbilder entwickeln oder moderne Versionen des Gemäldes gestalten. Ebenso denkbar sind kreative Schreibaufgaben wie innere Monologe einzelner Figuren oder Dialoge zwischen „Tod“ und „Leben“. Durch solche Zugänge werden emotionale und persönliche Annäherungen ermöglicht, ohne dass Lernende unmittelbar über eigene Erfahrungen sprechen müssen.

Auch fächerübergreifende Perspektiven bieten sich an. Im Zusammenspiel mit Kunstunterricht oder Philosophie können Themen wie Symbolismus, Traumdeutung oder Menschenbilder der Moderne vertieft werden. Die Verbindung zu Sigmund Freud eröffnet zudem einen Zugang zur Frage nach dem Unbewussten und nach der menschlichen Verdrängung von Endlichkeit. Im Religionsunterricht können zusätzlich christliche Vorstellungen von Leben, Tod und Auferstehung thematisiert und mit der Darstellung Klimts verglichen werden.

Methodisch empfiehlt sich ein Wechsel zwischen Bildanalyse, Gesprächsphasen und kreativen Ausdrucksformen. Besonders geeignet sind Unterrichtsgespräche, Schreibimpulse, digitale Pinnwände, Bildvergleiche oder Gruppenarbeiten zu einzelnen Symbolen des Gemäldes. Das Medium unterstützt die Entwicklung religiöser Sprachfähigkeit, fördert Perspektivwechsel und eröffnet Lernenden die Möglichkeit, sich mit grundlegenden Fragen menschlicher Existenz auseinanderzusetzen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.4 Vom Tod zum Leben. Leiden, Kreuz und Auferstehung.

Sekundarstufe II | Q1 Jesus Christus – das menschgewordene Wort Gottes

Q1.2 Die Auferstehung Jesu: Hoffnung über den Tod hinaus.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 1. Sterben und Tod, Erlösung und Auferstehung.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.