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Reformation – Sprache – Medien

Veröffentlichung:1.1.1970

Die Unterrichtsreihe "Reformation – Sprache – Medien" reflektiert auf 37 Seiten mit 34 Materialien die Inhalte, Fähigkeiten und das Vorgehen von Luther während der Reformation. Dabei wird sein Vorbildcharakter als mündiger Bürger und Medienpionier untersucht. Nicht jedes Material enthält Arbeitsaufträge. Es sind auch Lieder und Informationsseiten darunter. Das Material wurde zum Projizieren per Beamer angelegt. Somit entfällt das Kopieren.

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Dazu wird Luthers Zeit, seine Reden, Medien, Lieder, Karikaturen seiner Zeit und seine Fabeln mit ihren heutigen Gegenstücken verglichen. Dabei stehen Luthers Welt, Gottes- und Menschenbild im Zentrum. Auch sie werden mit ihren heutigen Gegenstücken verglichen.

Im ersten Schritt werden Lebensbedingungen und Probleme der Menschen des Mittelalters in Stichpunkten gesammelt. Dazu zählen z.B. Erfindungen und Entdeckungen, Seuchen und Katastrophen und Kriege. Dies kann im Unterrichtsgespräch oder auch in Webrecherche erfolgen. Dann werden in Kleingruppen Lebensbedingungen und Probleme aus der heutigen Lebenswelt als Stichpunkte zusammengetragen. Diese Stichpunkte werden von 1-10 gewichtet und mit den Fragen zur Zeit Luthers verglichen. Die Ergebnisse werden zu Armut, Krieg und Orientierungslosigkeit u.a. ähnlich sein. In einem nächsten Schritt wird ein Zeitstrahl mit Ereignissen aus der Zeit Luthers ausgewertet. Dazu werden auf einer Wandzeitung die wichtigsten Ereignisse festgehalten. Dazu kann auch eine Webrecherche erfolgen. Die beiden zentralen Begriffe Renaissance und Humanismus werden in Gruppenarbeit als Referate ausgearbeitet. Dies kann auch als Hausaufgabe erfolgen. Dabei liegt der Fokus auf deren Einfluss auf Luthers Werk und Denken. Der nächste Schritt befasst sich mit Luthers Verteidigungsrede vor dem Reichstag in Worms. Luthers Redegabe steht dabei im Fokus und der beeindruckende Satz wird ermittelt. Dabei wird es sich wahrscheinlich um den Satz hier stehe ich und kann nicht anders oder einen Appell handeln. Eine Collage in Einzel- oder Gruppenarbeit verdeutlicht die Ereignisse des Reichstages. Ein Bild zum Reichstag wird zu Luthers starkem Selbstbewusstsein in Gestik und Mimik ausgewertet. Die Ergebnisse des Reichstages werden in die heutige Zeit verlegt und mögliche Unterschiede erdacht. Ein Rollenspiel zum Auftritt Luthers Auftritt im Berliner Reichstag entsteht. Der zentrale Satz dazu ist Man muss nein sagen. Der nächste Schritt untersucht Luther als Vorbild. Dazu werden Vorbilder, deren Funktionen und besondere Gaben als Midmap gestaltet und hierarchisch strukturiert. Werte / Tugenden sind z.B. Erfolg – Selbstsicherheit – Zielstrebigkeit – Mut – Zivilcourage – Ehrgeiz – Stärke – Einfluss – Ehrlichkeit – Klugheit – Hilfsbereitschaft – Zuverlässigkeit – persönliche Ausstrahlung – Aussehen – Selbstlosigkeit usw.. Der nächste Schritt besteht in der Untersuchung der neuen Medien, die Luther verwenden konnte. Der Buchdruck wurde positiv aber auch negativ gesehen. Die Medienrevolution zu Luthers Zeiten wird mit der Medienrevolution des Web heute verglichen. Ein Flugblatt zu einem kontroversen Thema des Schulalltags wird erstellt. In einem weiteren Schritt werden. Karikaturen zur Zeit Luthers und heute untersucht und in ihrer Wirkung verglichen. Der nächste Schritt untersucht die Wirkung von Bildern. Bilder von Personen vermitteln besondere Persönlichkeitseigenschaften und Tugenden. Personenbilder der Vorbilder der Jugendlichen werden ebenfalls ausgewertet. Zensur ist ein weiteres Thema. Auch Sprache ist ein Werkzeug das Luther meisterlich nutzte. Dabei beeinflusste er die Entwicklung einer gesamtdeutschen Sprache durch seine Bibelübersetzung. Dabei erfand Luther auch heute noch verbreitete Wortschöpfungen sog. Geflügelte Worte. Die Lerner erfinden selbst neue bildhafte Ausdrücke und schrieben Texte mit möglichst vielen davon. So erzeugen sie eine neue Insidersprache und erkennen den Prozess der Textentwicklung über die Jahrhunderte und wie Verständnisprobleme entstehen. In einem weiteren Schritt wird aus dem Lied eine feste Burg ist unser Gott die theologischen Hauptgedanken Luthers ermittelt. Luthers Gottesbild wird daraus entwickelt. Aktuelle Lieder werden von den Lernenden vorgestellt und zentrale Aussagen festgehalten und bewertet. Luthers Weltgefühl und Weltbild wird mit dem heutigen Weltbild, welches aus aktuellen Liedern entnommen wird, verglichen. Die Orientierungslosigkeit der heutigen Zeit wird sich dabei herauskristallisieren. Ein letzter Schritt befasst sich mit Fabeln Luthers. Die versteckten Aussagen und Absichten Luthers werden entschlüsselt. Auch hier drückt sich Luthers Gottes-, Menschen- und Weltbild aus. Luther thematisiert schon in den Überschriften die Sünden Torheit, Hass, Untreue, Neid, Geiz, Frevel und Gewalt. Nun wird in Gruppen oder Einzelarbeit eine eigene verschlüsselte Fabel verfasst. Im Plenum werden die neuen Fabeln diskutiert und entschlüsselt.


Material:

M1 Probleme zur Zeit Luthers und Probleme heute

M2 Der Reichstag und Luther, Luther im Berliner Reichstag?

M3 Luther als Vorbild?

M4 Medienrevolution zu Luthers Zeiten und Medienrevolution heute

M5 Karikaturen zur Zeit Luthers und Karikaturen heute

M6 Bilder von Luther und Bilder von Vorbildern heute

M7 Zensur damals und heute

M8 Sprache als Werkzeug bei Luther und heute

M9 Geflügelte Worte damals und heute

M10 Luthers Lieder

M11 Eine Feste Burg ist unser Gott – Luthers Gottes- und Weltbild – Weltbilder in aktuellen Liedern

M12 Luthers Fabeln – Sein Welt-, Gottes- und Menschenbild

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.4a Auseinandersetzung in der Kirche. Von der Reformation zur Ökumene.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8.3 Konfessionen wahrnehmen und verstehen: Reformation und Ökumene.

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