Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe, um Fragen der Schöpfungsverantwortung, Klimagerechtigkeit und globalen Solidarität zu thematisieren. Lernende können anhand des Videos nachvollziehen, warum internationale Zusammenarbeit notwendig ist und weshalb der Klimawandel ethische Dimensionen besitzt. Methodisch bietet sich zunächst eine Analyse der dargestellten Akteure und Interessen an: Welche Länder tragen besondere Verantwortung? Wer leidet besonders unter den Folgen des Klimawandels? Welche Konflikte entstehen zwischen wirtschaftlichen Interessen und ökologischem Handeln? Besonders gewinnbringend ist eine Verbindung mit dem Konzept der „Klimagerechtigkeit“, das im Religionsunterricht an biblische Vorstellungen von Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung und Verantwortung für den Mitmenschen angebunden werden kann. Das Medium eignet sich zudem hervorragend für handlungsorientierte Methoden wie Rollenspiele oder Simulationen einer Klimakonferenz. Lernende können unterschiedliche Länderperspektiven übernehmen und eigene Verhandlungen durchführen. Dadurch wird erfahrbar, wie schwierig politische Kompromisse auf globaler Ebene sind. Ebenso bieten sich Diskussionen über persönliche Verantwortung und konkrete Handlungsmöglichkeiten im Alltag an. Das Video kann darüber hinaus als Einstieg in Unterrichtseinheiten zu Nachhaltigkeit, Zukunftsethik oder globalem Lernen dienen und fördert die Fähigkeit, politische und ethische Fragestellungen miteinander zu verknüpfen. Besonders wichtig ist dabei, den Lernenden Raum für eigene Positionierungen zu geben und nicht nur Bedrohungsszenarien zu thematisieren, sondern auch Möglichkeiten gemeinsamen Handelns und Hoffnungszeichen sichtbar zu machen.