Miniserie Teil 6 - Pfingsten Pfingsten ist ein altes, israelitisches Fest im Frühsommer. In den Städten trafen alle möglichen unterschiedlichen Sprachen und Kulturen aufeinander. Auch die Jünger waren dabei. Doch auf einmal wurden sie von einem stürmischen Wind und Feuer erfüllt und waren in der Lage in all den verschiedenen Sprachen zu sprechen. Sie predigten und erzählten von Jesus dem Messias und jeder der Anwesenden konnte es verstehen, weil seine Sprache dabei war. Vertreter aus allen Stämmen kamen zusammen und lernten ihren Messias kennen, den gekreuzigten und auferstandenen Jesus.
Die Apostelgeschichte knüpft direkt an das Lukasevangelium an und erzählt, wie sich die Botschaft von Jesus nach seiner Auferstehung ausbreitet. Im Mittelpunkt stehen die ersten christlichen Gemeinden, die Wirkung des Heiligen Geistes und die Ausbreitung des christlichen Glaubens von Jerusalem bis in die ganze bekannte Welt. Das Medium beginnt mit den Begegnungen der Apostel mit dem auferstandenen Jesus und seiner Aufforderung, auf die Kraft des Heiligen Geistes zu warten. Besonders eindrucksvoll wird das Pfingstereignis dargestellt: Gottes Geist erfüllt die Jünger wie Feuer und befähigt sie, Menschen unterschiedlicher Herkunft und Sprache anzusprechen. Die ersten Gemeinden leben daraufhin in enger Gemeinschaft, teilen Besitz, unterstützen Arme und verstehen sich als neuer „Tempel Gottes“, in dem Gottes Gegenwart wohnt. Gleichzeitig zeigt das Medium Konflikte und Widerstände: Die religiösen Führer Jerusalems fühlen sich bedroht und verfolgen die junge Jesusbewegung. Die Steinigung des Stephanus wird zum Wendepunkt, an dem Verfolgung und Ausbreitung des Glaubens gleichzeitig sichtbar werden. Zudem wird mit Saulus bereits die Figur eingeführt, die später als Paulus eine zentrale Rolle in der weltweiten Verbreitung des Christentums spielen wird.