Der Judasbrief erklärt mit Illustrationen.
Einer der vier Brüder von Jesus fordert uns auf, uns für unseren Glauben einzusetzen. Er klagt die korrupten Gelehrten an, da sie durch ihren Lebenswandel und ihr Benehmen ein schlechtes Vorbild sind. In seinem Brief merkt man, dass Judas mit dem jüdischen Glauben aufgewachsen ist und sich darin sehr gut auskennt. Er bringt sechs Beispiele aus dem Alten Testament und weiteren jüdischen Glaubensschriften vor, die von Rebellion handeln und die Auswirkungen auf Gottes Handeln hatten. Dann zeigt Judas auf, wie man sich für den Glauben einsetzen kann.
Der Judasbrief gehört zu den kürzesten Schriften des Neuen Testaments, enthält jedoch eine eindringliche und theologisch dichte Botschaft. Verfasst wurde er vermutlich von Judas, einem Bruder Jesu, der nach der Auferstehung Jesu zu einem wichtigen Leiter der frühen christlichen Gemeinden wurde. Der Brief richtet sich wahrscheinlich an jüdisch-christliche Gemeinschaften, die durch das Auftreten korrupter Lehrer verunsichert wurden. Judas warnt eindringlich vor Menschen, die Gottes Gnade missbrauchen und ein Leben führen, das von Egoismus, sexueller Unmoral und Ablehnung göttlicher Autorität geprägt ist. Zur Verdeutlichung greift der Brief zahlreiche Bilder und Beispiele aus dem Alten Testament sowie aus jüdischen Traditionsschriften wie dem Buch Henoch oder der Himmelfahrt des Mose auf. Im Zentrum steht die Aufforderung, am Glauben festzuhalten und den christlichen Glauben nicht nur theoretisch zu bekennen, sondern ihn auch sichtbar im eigenen Leben umzusetzen. Der Judasbrief verbindet damit Glauben, Ethik und Gemeinschaft auf eindrucksvolle Weise.