Die Johannesbriefe erklärt mit Illustrationen. Der erste Johannesbrief ist eigentlich gar kein Brief, sondern eher eine poetische Predigt mit vielen rhetorischen Ausschmückungen. Im ersten Johannesbrief werden zwei Bilder ganz deutlich: „Gott ist Licht“ und „Gott ist Liebe“. Der zweite Johannesbrief ist eine Wahrung. Betrüger, Leugner und Irrlehrer sollen nicht in die Gemeinden aufgenommen werden. Der dritte Johannesbrief ist eine Art Auftrag. Gemeinden haben die Aufgabe, Gottes treue Diener / Missionare auf zu nehmen.
Die Johannesbriefe, insbesondere der erste Johannesbrief, geben einen tiefen Einblick in die Glaubenswelt der frühen christlichen Gemeinden rund um Ephesus. Während der erste Brief eher wie eine poetische Predigt gestaltet ist, richten sich der zweite und dritte Johannesbrief konkret an einzelne Hausgemeinden und Gemeindemitglieder. Im Mittelpunkt steht eine Krise innerhalb der Gemeinden: Einige frühere Mitglieder haben sich von der Gemeinschaft getrennt und leugnen Jesus als Messias und Sohn Gottes. Johannes reagiert darauf mit einer eindringlichen Botschaft über Wahrheit, Gemeinschaft, Licht und Liebe. Besonders prägend sind die starken Gegensätze von Licht und Finsternis, Liebe und Hass sowie Wahrheit und Lüge. Johannes beschreibt Gott als Licht und Liebe und ruft die Glaubenden dazu auf, in dieser Liebe zu leben, die sich im Handeln gegenüber anderen zeigt. Die Briefe machen deutlich, dass christlicher Glaube untrennbar mit Gemeinschaft, Vertrauen und konkreter Nächstenliebe verbunden ist.