Nach Josuas Tod wird in dem Buch Richter das Versagen des Volkes Israel aufgezeigt. Das Buch der Richter ist verstörend, voller Gewalt und zeigt die tragische Entwicklung des auserwählten Volkes, das mehr und mehr wie das heidnische kanaanitische Volk wird. Es wird von sechs Hauptrichtern berichtet, die von Gott eingesetzt wurden, das Volk zu retten und aufzurütteln. Diese sind jedoch sehr korrupt, sodass Gott eingreifen muss. Vier Mal wird der Satz wiederholt: „Damals hatte Israel noch keinen König. Deshalb tat jeder, was er für richtig hielt.“ Dieser Satz soll die Hoffnung zeigen: Es wird sich etwas ändern und das tut es auch. Samuel wird geboren, König David kommt an die Macht und vor allem: Jesus, der wahre König kommt!
Das Buch der Richter beschreibt die Zeit Israels nach dem Tod Josuas und zeigt den moralischen und geistlichen Niedergang des Volkes. Israel entfernt sich immer wieder von Gott, übernimmt die Lebensweise der Kanaaniter und gerät dadurch in Krisen und Unterdrückung. In dieser schwierigen Zeit beruft Gott sogenannte Richter, die das Volk retten und zeitweise Frieden schaffen sollen. Zu den bekanntesten Richtern gehören Debora, Gideon, Jephthah und Simson. Das Buch schildert jedoch nicht nur Rettungsgeschichten, sondern vor allem den zunehmenden Zerfall von Gesellschaft, Glaube und Führung. Gewalt, Ungerechtigkeit und Chaos nehmen immer weiter zu. Gleichzeitig macht das Buch deutlich, dass das Volk Gottes Orientierung, Treue und gerechte Führung braucht. Am Ende bleibt die Hoffnung, dass Gott selbst einen gerechten König senden wird, um sein Volk zu retten.