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Clean Air Productions

Clean Air Productions

Schmutzige Schokolade 1

Veröffentlichung:21.6.2015

Das Video berichtet über eine investigative Recherche zu Kinderhandel, Kinderarbeit und Kindersklaverei auf Kakaoplantagen in Westafrika. Ausgehend vom hohen Schokoladenkonsum in Europa fragt der Film, ob Kakao für Schokolade unter ausbeuterischen Bedingungen gewonnen wird. Die Recherche führt von der Süßwarenmesse in Köln über Mali bis an die Elfenbeinküste. Gezeigt werden Aussagen von Herstellern, Behörden, Zwischenhändlern, Kinderhändlern, Hilfsorganisationen und betroffenen Kindern. Das Medium macht deutlich, dass Kinder aus armen Ländern wie Mali oder Burkina Faso verschleppt oder angelockt werden, um auf Plantagen gefährliche Arbeit zu leisten. Zugleich wird kritisch beleuchtet, dass große Unternehmen trotz internationaler Abkommen und öffentlicher Versprechen ihre Verantwortung nur unzureichend wahrnehmen.

Das Geschäft mit Schokolade ist bitter. Weil Kakao-Plantagen Besitzer für ihre Ware zu wenig Geld erhalten, werden Erntehelfer entsprechend bezahlt. Eine billige Lösung bietet die Kinderarbeit. Die Schokoladenfirmen möchten damit natürlich nichts zu tun haben und waschen ihre Hände in Unschuld. Aber auch Korruption und Nahrungsmittelspekulation sind ein Teil dieser bitteren Wahrheit. Der dänische Filmemacher Miki Mistrati begab sich auf gefährliche Spurensuche in Afrika und deckte die dunklen Seiten der Schokoladenindustrie auf.


Products

Für den Religionsunterricht ist das Video besonders geeignet, weil es zentrale ethische Fragen nach Menschenwürde, Gerechtigkeit, Verantwortung und Nächstenliebe anhand eines alltäglichen Produkts konkretisiert. Lernende erkennen, dass der Konsum von Schokolade mit globalen Machtverhältnissen, Armut, Ausbeutung und fehlendem Kinderschutz verbunden sein kann. Didaktisch kann das Medium als Einstieg in Themenfelder wie Kinderrechte, Fairer Handel, globale Gerechtigkeit, Schuld und Verantwortung oder prophetische Kritik an ungerechten Strukturen genutzt werden. Vor der Sichtung können Lernende ihr Vorwissen zu Schokolade, Kakaoanbau und Gütesiegeln sammeln und eigene Konsumgewohnheiten reflektieren. Während der Sichtung sollten klare Beobachtungsaufträge gegeben werden, etwa zur Situation der Kinder, zur Rolle der Unternehmen, zur Verantwortung staatlicher Stellen und zur Frage, welche Interessen hinter dem Leugnen der Kinderarbeit stehen. Nach der Sichtung bietet sich eine strukturierte ethische Urteilsbildung an. Lernende können die Situation aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten, etwa aus Sicht eines Kindes, einer Bauernfamilie, eines Konzerns, einer Hilfsorganisation oder eines Konsumenten. Methodisch eignen sich Standbilder, Rollenkarten, eine Pro und Kontra Diskussion, ein Schreibgespräch, ein Brief an ein Unternehmen oder die Entwicklung eines fairen Einkaufsratgebers. Im Religionsunterricht kann das Medium mit biblischen Motiven wie dem Einsatz für die Schwachen, der Befreiung aus Unrecht, der Goldenen Regel und der unantastbaren Würde jedes Menschen verbunden werden. Wegen der emotional belastenden Inhalte sollte die Lehrkraft das Medium gut einbetten, Raum für Fragen und Betroffenheit geben und am Ende konkrete Handlungsmöglichkeiten eröffnen, damit Lernende nicht bei Ohnmacht stehen bleiben.

Hessen

Hessen

Primarstufe | Primarstufe 3/4

Mensch und Welt (Hessen | Primarstufe 3/4).

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

G6.1 Mein Recht und das Recht der anderen. Gerechtigkeit und die neue Gerechtigkeit Jesu.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Primarstufe | Primarstufe 3/4

Mensch und Welt (Rheinlandpfalz | Primarstufe 3/4).

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6.1 Entscheidungen treffen: Gut und Böse.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Kinder in der einen Welt – Straßenkinder, Kindersoldaten, …

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