Immer wieder wirken Predigten aus der Zeit gefallen und lebensfern – das liegt auch an ihrer Sprache. Dahinter stecken eine lange Tradition und neue Herausforderungen. Darum geht es in der neuen Folge des katholisch.de-Podcasts "Aufgekreuzt". Die Sprache der Kirche hat eine lange Geschichte, die sie auch bewahren will. Problematisch wird es, wenn die Verkündigungssprache keinen Kontakt mehr mit der Alltagssprache hat – oder wenn es Unsicherheit beim Inhalt gibt. Doch auch Adressaten und die Ausbildung der Geistlichen spielen eine Rolle.
Der Podcast „Hier ist aufgekreuzt“ von katholisch.de beschäftigt sich mit der Sprache der Kirche und fragt, warum Predigten, Verkündigungssendungen und kirchliche Kommunikation oft formelhaft, weichgespült oder lebensfern wirken. Im Gespräch mit theologischen und journalistischen Stimmen wird deutlich, dass kirchliche Sprache einerseits Tradition bewahren und in Grenzsituationen Halt geben soll, andererseits aber lebendig, ehrlich, erfahrungsnah und zeitgemäß bleiben muss. Kritisiert werden stereotype Formulierungen, leere Floskeln, indirekte Redeweisen und eine Sprache, die Konflikte oder Machtverhältnisse verdeckt. Zugleich werden biblische, poetische und deutliche Sprachformen als mögliche Ressourcen für eine erneuerte Verkündigung vorgestellt.