RU-digitalRU-digital-logo
Missio München

Missio München

Senegal: Von Katholiken und Kalifen – Dialog der Religionen

Veröffentlichung:9.9.2021

Auf der senegalesischen Insel Fadiouth werden Christen und Muslime nebeneinander auf demselben Friedhof beerdigt. Der Ort, rund 120 Kilometer von Senegals Hauptstadt Dakar entfernt, steht für das gute Zusammenleben der beiden Religionsgemeinschaften in dem westafrikanischen Land: Anders als in vielen afrikanischen Ländern ist der Islam sehr liberal. Christen, die etwa fünf Prozent der Bevölkerung ausmachen, sind akzeptiert und anerkannt – Nachbarn nehmen auch Anteil an den religiösen Festen der jeweils anderen.

Das Video zeigt eindrucksvoll das Zusammenleben von Christinnen und Christen sowie Musliminnen und Muslimen im Senegal. Ausgangspunkt ist ein gemeinsamer Friedhof auf der Insel Fadiouth, auf dem Menschen unterschiedlicher Religionen nebeneinander bestattet werden. Dieses Bild steht symbolisch für ein friedliches Miteinander, das auf Respekt, Toleranz und Nächstenliebe basiert. Darüber hinaus wird das gesellschaftliche Leben im Senegal beschrieben, in dem die Mehrheit muslimisch ist, aber religiöse Vielfalt selbstverständlich gelebt wird. Neben dem interreligiösen Dialog thematisiert das Medium auch soziale Herausforderungen wie Armut, mangelnde Gesundheitsversorgung und eingeschränkte Bildungschancen. Konkrete Hilfsprojekte zeigen, wie Menschen unabhängig von ihrer Religion gemeinsam an Lösungen arbeiten und Perspektiven für ein besseres Leben schaffen.

Products

Der Einstieg kann über die Frage erfolgen, wie Menschen unterschiedlicher Religionen im Alltag miteinander umgehen und welche Erfahrungen Lernende selbst mit Vielfalt gemacht haben. In der Erarbeitungsphase können zentrale Werte wie Respekt, Toleranz und Zusammenarbeit herausgearbeitet und anhand der Beispiele aus dem Senegal vertieft werden. Methodisch eignen sich Gruppenarbeiten, in denen Lernende verschiedene Aspekte untersuchen, etwa den gemeinsamen Friedhof, soziale Projekte oder die Rolle von Religion im Alltag. Auch Diskussionen können angeregt werden, beispielsweise zur Frage, warum Konflikte oft religiös gedeutet werden, obwohl sie andere Ursachen haben. Kreative Aufgaben wie das Gestalten eines eigenen Friedensprojekts oder das Schreiben eines Berichts aus der Perspektive einer betroffenen Person fördern die Perspektivübernahme. Wichtig ist, Lernenden zu zeigen, dass interreligiöser Dialog aktiv gestaltet werden kann und dass sie selbst zu einem friedlichen Miteinander beitragen können.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.4 Arbeiten müssen – arbeiten dürfen. Herausforderung für die katholische Soziallehre.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Weltweite Gerechtigkeit (Entwicklungsländer, Verschuldung)

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.