Priester der katholischen Kirche sind in der Regel zu einem ehelosen Leben verpflichtet: sie leben im Zölibat. Doch woher stammt dieser eigentlich und womit wird er begründet?
Der Zölibat, von lateinisch caelebs‚ "allein, unvermählt lebend", ist die Verpflichtung zur Ehelosigkeit. Neben der römisch-katholischen Kirche kennen auch die orthodoxe, anglikanische und evangelische Kirche für Ordensfrauen und -männer, Eremiten, geweihte Jungfrauen und Diakonissen das Gelübde der Ehelosigkeit. Während das zölibatäre Leben in der lateinischen Teilkirche der römisch-katholischen Kirche für die Priester verpflichtend ist, gilt dies in den katholischen Ostkirchen sowie in den orthodoxen Kirchen nur für Bischöfe und Mönche sowie für Priester, die zum Zeitpunkt der Weihe unverheiratet sind.
Das Video setzt sich mit dem Zölibat auseinander und beleuchtet diese besondere Lebensform innerhalb der katholischen Kirche. Ausgangspunkt ist die biblische Aufforderung zur Fruchtbarkeit, die bewusst in Spannung zum zölibatären Leben von Priestern gestellt wird. Es wird erklärt, dass Priester auf Ehe und Sexualität verzichten und sich ganz ihrem Dienst in der Kirche widmen. Dabei wird auch ein historischer Blick geworfen, der zeigt, dass dies nicht immer so geregelt war. Als zentrale Begründung wird die Nachfolge Jesu genannt, der selbst ehelos lebte. Der Zölibat wird als Zeichen der Hingabe an Gott und die Gemeinschaft verstanden und zugleich als bewusst irritierendes Zeichen, das auf eine tiefere Form von Liebe und Erfüllung verweist.