Der Einstieg gelingt über das Malen der Assoziationen mit dem Reich Gottes. Dann werden diese Muster schriftlich im Material festgehalten. Ein Lehrermaterial erklärt die dreiteilige Bildanalyse. Diese funktioniert über das Verdecken von drei Teilen des Bildes. Im Material dazu werden Assoziationen zu den drei Teilen des Bildes schriftlich eingetragen. Dann wird der nächste Teil des Bildes aufgeklappt, der vorher durch die Zahlen 1 bis 3 verdeckt war.
Im nächsten Schritt wird Jesajas Traum aus Jesaja 11, 6-8 thematisiert. Die drei Phasen sind im Material enthalten. Kognitive Dissonanzen im Text werden unterstrichen und gemeinsam erschlossen, dann wird eine Fortsetzung des Traumes verfasst.
Derselbe Vorgang wird in einem weiteren Schritt auf Jesus Reich Gottes Botschaft angewandt. Dabei werden Unterschiede zu Jesaja herausgearbeitet. Besonderheiten des Traumes werden festgehalten.
Ein weiterer Schritt enthält vier Beispiele aus der Lebenswelt der Kinder mit tabellarischen Möglichkeiten die Veränderungen im Reich Gottes zu beschreiben. Die vier Beispiele enthalten alltägliche Probleme, in denen Nächstenliebe und Hilfe gefragt sind.
Der sich anschließende Schritt enthält eine Dilemmageschichte. Hier kann die Methode placemat angewendet werden. Das Material mit dem in Feldern eingeteilten Blatt liegt im PDF bei.
Die Geschichten thematisieren, dass Gleiches nicht mit Gleichem vergolten werden soll. Ein Junge mit guten Noten weckt in einem anderen Jungen Minderwertigkeit. Dieser im Sport begabte Junge hat dann die Möglichkeit, den guten Schüler im Sport die Mitgliedschaft in der Mannschaft zu verweigern. Verschiedene Enden der Geschichte werden verfasst.
Zwei weitere Dilemmageschichte zur Vertiefung folgen darauf.
M1 Wir träumen vom Reich Gottes
Die Lernenden gestalten zunächst ein eigenes Bild zum Reich Gottes und verfassen anschließend einen kurzen Text zu ihren Vorstellungen. Im Unterricht werden persönliche Hoffnungen, Wünsche und Zukunftsbilder sichtbar gemacht. Das Material dient als motivierender Einstieg in die Unterrichtseinheit und aktiviert Vorwissen sowie eigene Erfahrungen der Lernenden. Gleichzeitig wird die religiöse Sprachfähigkeit gefördert.
M2 Jesaja träumt von einer besseren Welt 1
Dieses Material arbeitet mit einem Bild von Sieger Köder zur Vision des Propheten Jesaja. Die Lernenden betrachten das Bild schrittweise, indem einzelne Bildteile nacheinander aufgeklappt werden. Dabei beschreiben sie ihre Beobachtungen und tauschen sich über die Wirkung des Bildes aus. Im Unterricht werden Wahrnehmung, Bilddeutung und Symbolverständnis gefördert. Die Methode unterstützt konzentriertes Beobachten und eröffnet Gespräche über Hoffnung, Frieden und Gewalt.
M3 Jesaja träumt von einer besseren Welt 2
Die Lernenden beschäftigen sich mit Jesaja 11,6 bis 8. Sie entdecken ungewöhnliche Gegensatzpaare wie Wolf und Lamm oder Löwe und Rind. Im Unterricht wird darüber gesprochen, warum diese Bilder überraschend wirken und welche Hoffnung Jesaja ausdrücken möchte. Die Lernenden entwickeln eigene Fortsetzungen der Vision und übertragen die Friedensbilder auf heutige Lebenssituationen. Dadurch werden biblische Texte lebensnah erschlossen.
M4 Jesus träumt von einer besseren Welt
Das Material greift Aussagen Jesu über das Reich Gottes auf. Die Lernenden markieren Veränderungen vom Schlechten zum Guten und formulieren eigene Gedanken dazu. Im Unterricht wird deutlich, dass das Reich Gottes als Hoffnung und Veränderungskraft verstanden wird. Die Lernenden erkennen, dass Gottes Reich dort beginnt, wo Menschen einander helfen, gerecht handeln und Frieden schaffen.
M5 Vom Reich Gottes träumen
Hier ergänzen die Lernenden Satzanfänge wie „Wenn Gottes Reich kommt …“ zu verschiedenen Alltagssituationen. Im Unterricht werden konkrete Handlungsmöglichkeiten entwickelt, wie Kinder selbst zu mehr Gerechtigkeit, Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft beitragen können. Das Material verbindet religiöse Inhalte direkt mit dem Alltag der Lernenden.
M6 Anfangen und Mitmachen
Die Materialien enthalten mehrere Dilemma Geschichten aus der Lebenswelt von Kindern. Themen sind unter anderem Streit, Ausgrenzung, Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Armut. Die Lernenden tauschen sich über ähnliche Erfahrungen aus, entwickeln verschiedene Handlungsmöglichkeiten und überlegen, wie sie selbst handeln würden. Im Unterricht werden Empathie, Perspektivwechsel und ethisches Urteilen gefördert. Die Geschichten regen intensive Gespräche über soziales Verhalten und christliche Werte an.
M7 Placemat Methode
Dieses Material erklärt die Placemat Methode und stellt eine Vorlage für die Gruppenarbeit bereit. Die Lernenden sammeln zunächst eigene Ideen und lesen anschließend die Gedanken der anderen Gruppenmitglieder. Danach wird gemeinsam ein Gruppenergebnis formuliert. Im Unterricht fördert die Methode kooperatives Lernen, Gesprächsfähigkeit und Beteiligung aller Lernenden. Sie eignet sich besonders gut zur Bearbeitung der Dilemma Geschichten aus M6.