Dass Jesus hinten im Boot in aller Seelenruhe schläft, während auf dem See ein Sturm tobt, löst bei seinen verzweifelten Jüngern Befremden und Ärger aus: „Kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?“ Sie haben jedenfalls furchtbare Angst. Vom Windsurfen habe ich gelernt, dass es einen großen Unterschied zwischen Angst und Furcht gibt. Und genau darum geht es auch in dieser Sketch-Bibel.
Das Video verbindet die Erzählung von der Sturmstillung aus dem Markusevangelium mit einer lebensnahen Deutung. Ausgangspunkt ist die Erfahrung von Angst und Furcht, die anhand des Surfens veranschaulicht wird. Die Szene der Jünger im Boot, die in einem Sturm um ihr Leben fürchten, wird als Bild für menschliche Krisensituationen und innere Unsicherheiten gedeutet. Der Clip arbeitet heraus, dass Angst in Panik umschlagen kann, während Furcht im Sinne von Ehrfurcht eine andere Qualität besitzt. Jesus erscheint zunächst als scheinbar abwesend, da er schläft, greift dann jedoch ein und stillt den Sturm. Die anschließende Frage nach dem Glauben der Jünger lenkt den Blick auf Vertrauen und innere Haltung. Die Erzählung wird schließlich als Einladung verstanden, Übergänge im Leben anzunehmen und darin zu wachsen.