Ja was denn nun? Zuerst soll Johannes es noch nicht einmal wert sein, einen Sklavendienst an Jesus zu leisten und dann tauft er ihn sogar? Die Spannung, die Markus im Evangelium von der Taufe Jesu aufbaut, ist nicht zu überbieten: Denn er will von Beginn an deutlich machen, dass mit der Menschwerdung Gottes alles auf den Kopf – oder besser gesagt: alles wieder auf die Füße gestellt wird. Oben und unten ist in der Logik der Liebe keine Kategorie mehr. Das hat Konsequenzen!
Das Video befasst sich mit der Tauferzählung Jesu im Markusevangelium. Im Mittelpunkt steht die scheinbare Spannung zwischen der Größe Jesu, die von Johannes betont wird, und seiner demütigen Handlung, sich selbst taufen zu lassen. Der Beitrag deutet diesen Widerspruch nicht als Fehler, sondern als bewusst gesetztes Stilmittel, um die besondere Bedeutung Jesu hervorzuheben. Die Szene der Taufe wird als Moment dargestellt, in dem sich Himmel und Erde verbinden und Gottes Wesen als Liebe sichtbar wird. Die Symbolik der Taube unterstreicht dabei die Verbindung, Treue und göttliche Nähe, die in diesem Ereignis zum Ausdruck kommen.