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SRF Kultur

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Entweihte Kirchen: Disco statt Gotteshaus

Veröffentlichung:6.1.2020

Mitgliederschwund und Priestermangel lassen Gotteshäuser verwaisen. Für die Kirchgemeinden ist der Unterhalt alter Gebäude häufig zu teuer. Umnutzung heißt das Gebot der Stunde. Doch darf aus einer Kirche ein Partytempel werden? Christine Stark im Gespräch mit der Theologin Petra Bahr.

Das Video aus der Sendung Sternstunde Religion thematisiert die Umnutzung von Kirchengebäuden in einer zunehmend säkularen Gesellschaft. Im Gespräch mit der Theologin und Regionalbischöfin Petra Bahr wird deutlich, dass immer mehr Kirchen aufgrund sinkender Mitgliederzahlen leer stehen und neue Nutzungen erhalten, etwa als Wohnraum, Kulturort oder soziale Einrichtung. Dabei werden sowohl gelungene Beispiele wie ein Studentenwohnheim in einer ehemaligen Kirche als auch Konflikte und emotionale Spannungen beleuchtet. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung von Erinnerungen, Identität und Symbolik, die mit Kirchen verbunden sind, sowie die Frage, wie mit diesen Räumen verantwortungsvoll umgegangen werden kann.

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Das Video eignet sich sehr gut für den Religionsunterricht, da es eine lebensnahe und gesellschaftlich relevante Fragestellung aufgreift. Lernenden können sich mit der Frage auseinandersetzen, welche Bedeutung Kirchen heute noch haben und wie sich religiöse Praxis verändert. Ein möglicher Einstieg kann über eigene Erfahrungen erfolgen, etwa durch die Frage, wann Lernende zuletzt eine Kirche besucht haben, beispielsweise an Weihnachten, und welche Eindrücke sie damit verbinden.

Im Unterricht kann das Medium in Ausschnitten analysiert werden, wobei Lernenden verschiedene Perspektiven erarbeiten. Eine Gruppe kann sich mit den Chancen von Umnutzungen beschäftigen, eine andere mit den Problemen und emotionalen Konflikten. Anschließend kann eine moderierte Diskussion stattfinden, in der unterschiedliche Positionen zusammengeführt werden. Dabei wird die Fähigkeit zur Perspektivübernahme gestärkt.

Ein weiterer methodischer Zugang besteht darin, konkrete Fallbeispiele zu bearbeiten. Lernenden können sich vorstellen, dass eine Kirche in ihrer Umgebung umgenutzt werden soll, und eigene Ideen entwickeln. Diese können kreativ umgesetzt werden, etwa durch Skizzen, Plakate oder kurze Präsentationen. Gleichzeitig sollte auch die religiöse Dimension reflektiert werden, etwa durch die Frage, was einen Raum eigentlich zu einem sakralen Raum macht und ob diese Qualität verloren geht, wenn die Nutzung sich verändert.

Besonders wichtig ist es, die emotionale Dimension zu berücksichtigen. Lernenden können nachvollziehen, dass Kirchen nicht nur Gebäude sind, sondern Orte mit biografischer Bedeutung. Dies kann durch biografisches Lernen unterstützt werden, etwa durch Interviews mit älteren Menschen oder durch das Erzählen eigener Familiengeschichten. Insgesamt fördert das Medium die Auseinandersetzung mit Wandel, Tradition und religiöser Identität.

Hessen

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13 / 7. Zukunft der Glaubenden.

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16.7.2021

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