Mitgliederschwund und Priestermangel lassen Gotteshäuser verwaisen. Für die Kirchgemeinden ist der Unterhalt alter Gebäude häufig zu teuer. Umnutzung heißt das Gebot der Stunde. Doch darf aus einer Kirche ein Partytempel werden? Christine Stark im Gespräch mit der Theologin Petra Bahr.
Die Zahl der nur wenig oder gar ungenutzten Kirchen nimmt zu. In vielen Kantonen suchen Katholiken und Reformierte nach Lösungen, um die altehrwürdigen Gemäuer anderweitig zu nutzen und Gelder zu sparen. In den letzten 25 Jahren wurden schweizweit über 200 Kirchen, Kapellen und Klöster teilweise aufgegeben, abgerissen oder umfunktioniert. In den ehemals heiligen Räumen finden Technopartys statt, werden Ausstellung gezeigt, Casinos betrieben, oder es wohnen Leute darin. Doch wo sind die Grenzen? Und warum empfinden viele Menschen bei einer Umnutzung von Kirchen ein plötzliches Unbehagen?