Karl Marx‘ Analysen und Visionen, übertragen ins Zeitalter der digitalen Revolution und der grenzenlosen Globalisierung, entwickeln plötzlich wieder eine ganz neue Dynamik.
Vor über 200 Jahren wurde der Philosoph und revolutionäre Vordenker Karl Marx in Trier geboren. Auch wenn seine Ideen im Praxistest Ende des 20. Jahrhunderts gescheitert sind, ist seine Philosophie überraschend lebendig. Was würde Karl Marx zu unserer Gesellschaft unserer Arbeitswelt von heute sagen? Wäre er mit der sozialen Marktwirtschaft zufriedener als mit dem Manchesterkapitalismus seiner Tage?
Das Video stellt das Denken von Karl Marx in den Mittelpunkt und fragt danach, wie seine Analyse der Gesellschaft heute neu verstanden werden kann. Ausgangspunkt ist sein Hauptwerk Das Kapital, das als einflussreiches, aber schwer zugängliches Buch beschrieben wird. Der Film zeichnet zentrale Linien seines Denkens nach, insbesondere den Begriff der Entfremdung, der die gestörte Beziehung des Menschen zu Arbeit, Produkt, Mitmenschen und sich selbst beschreibt. Dabei wird deutlich, dass Marx nicht nur theoretisch arbeitete, sondern aus eigener Erfahrung von Armut und gesellschaftlichen Missständen sprach. Der Film schlägt eine Brücke in die Gegenwart, indem er Phänomene wie Digitalisierung, Konsumverhalten und soziale Medien als neue Formen von Entfremdung deutet. Zugleich wird kritisch reflektiert, wie Marx’ Ideen historisch aufgenommen und teilweise missbraucht wurden, etwa im Kontext von Joseph Stalin oder Pol Pot. Abschließend wird die Frage gestellt, ob und wie eine gerechtere Gesellschaft denkbar ist.