Der Artikel behandelt Metakognition als zentrales Qualitätsmerkmal modernen Unterrichts, das durch psychologische Forschung, insbesondere John Hattie's Studie „Visible Learning", empirisch belegt ist. Metakognition wird definiert als das Wissen über kognitive Zustände und Prozesse sowie die Fähigkeit, eigene Kognitionen zu überwachen und zu regulieren. Der Begriff wurde in den 1970er Jahren durch John H. Flavell eingeführt, der zwei grundlegende Dimensionen unterschied: das metakognitive Wissen (deklaratives Wissen über kognitive Prozesse, Aufgabenanforderungen und Strategien) und die metakognitive Steuerung oder Kontrolle (Planung, Regulation und Überwachung kognitiver Aktivitäten). In der psychologischen Fachdiskussion bestehen unterschiedliche Konzeptionalisierungen des Begriffs, wobei Hasselhorn eine Unterteilung in fünf Subkategorien vorschlägt. Metakognition wird empirisch durch verschiedene Methoden erfasst wie Fragebögen, Interviews, Lerntagebücher und lautes Denken. Als Voraussetzung für selbstgesteuertes Lernen ermöglicht Metakognition es Lernenden, ihren Arbeitsweg zu planen, zu überwachen und zu optimieren. Die Entwicklung metakognitiver Fähigkeiten vollzieht sich vom Schulalter bis ins Jugendalter progressiv, wobei einfachere Strategien ab dem achten Lebensjahr bewusst e