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WiReLex | Deutsche Bibel GesellschaftEva Stögbauer-Elsner

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Eva Stögbauer-Elsner

Metakognition

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel behandelt Metakognition – das Denken über das eigene Denken und Lernen – als Qualitätsmerkmal guten, kompetenzorientierten Unterrichts. Metakognition wird als vieldeutiger Begriff analysiert, der sich in zwei Dimensionen unterteilt: metakognitives Wissen und metakognitive Steuerung bzw. Kontrolle, wobei sein Verständnis zwischen psychologischen und pädagogischen Ansätzen variiert. Der Text zeigt auf, dass Metakognition nachweislich positive Auswirkungen auf den Lernerfolg hat und besondere Affinität zu religionspädagogischen Konzepten wie Kindertheologie aufweist. Der Artikel betont die Herausforderung, dass Metakognition in der Religionspädagogik bislang kaum konzeptualisiert wurde und ihre Förderung durch systematische Methoden wie Lerntagebücher und reflektierende Gespräche verstärkt werden muss.

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Der Artikel behandelt Metakognition als zentrales Qualitätsmerkmal modernen Unterrichts, das durch psychologische Forschung, insbesondere John Hattie's Studie „Visible Learning", empirisch belegt ist. Metakognition wird definiert als das Wissen über kognitive Zustände und Prozesse sowie die Fähigkeit, eigene Kognitionen zu überwachen und zu regulieren. Der Begriff wurde in den 1970er Jahren durch John H. Flavell eingeführt, der zwei grundlegende Dimensionen unterschied: das metakognitive Wissen (deklaratives Wissen über kognitive Prozesse, Aufgabenanforderungen und Strategien) und die metakognitive Steuerung oder Kontrolle (Planung, Regulation und Überwachung kognitiver Aktivitäten). In der psychologischen Fachdiskussion bestehen unterschiedliche Konzeptionalisierungen des Begriffs, wobei Hasselhorn eine Unterteilung in fünf Subkategorien vorschlägt. Metakognition wird empirisch durch verschiedene Methoden erfasst wie Fragebögen, Interviews, Lerntagebücher und lautes Denken. Als Voraussetzung für selbstgesteuertes Lernen ermöglicht Metakognition es Lernenden, ihren Arbeitsweg zu planen, zu überwachen und zu optimieren. Die Entwicklung metakognitiver Fähigkeiten vollzieht sich vom Schulalter bis ins Jugendalter progressiv, wobei einfachere Strategien ab dem achten Lebensjahr bewusst e

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