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WiReLex | Deutsche Bibel Gesellschaft

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Graphic Novels Kirchengeschichtsdidaktisch

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel behandelt Comics und Graphic Novels als didaktisches Medium zur Vermittlung von Kirchengeschichte. Er erläutert, wie Comics als sequenzielles Erzählmedium Geschichte darstellen, dabei aber perspektivische Wahrnehmungen ihrer Autoren widerspiegeln. Der Text kategorisiert verschiedene Typen von Geschichtscomics und diskutiert deren Einsatz im Religionsunterricht und der historischen Bildungsarbeit. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie Heranwachsende diese Medienform nutzen und welche Kompetenzen im Umgang damit erworben werden sollten.

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Der Artikel analysiert Comics und Graphic Novels aus kirchengeschichtsdidaktischer Perspektive und untersucht deren wachsende Bedeutung im Bildungsbereich. Während Comics lange als Trivialiteratur galten, haben sie seit den 1970er Jahren Einzug in den Bildungskanon erhalten, insbesondere durch einflussreiche Werke wie Art Spiegelmans 'Maus'. Der Text definiert Geschichtscomics als ikonische Geschichtserzählungen, die zwei Zeichensysteme (Bild und Text) vereinen und perspektivische Wahrnehmungen der Produzenten widerspiegeln, nicht objektive historische Wirklichkeit. Eine zentrale Erkenntnis ist, dass Comics wie historische Romane oder Filme Geschichte inszenieren und dabei ästhetische Strategien nutzen, die das Verständnis prägen. Der Autor unterscheidet zwischen verschiedenen Typen: Sach-Comics, die auf historischen Fakten basieren, Roman-Comics mit fiktiven Figuren im historischen Kontext, Fantasie-Comics und Comic-Reportagen sowie Biografien. Besonders in der Kirchengeschichte zeigt sich eine Tendenz zu hagiografischen Inhalten und prominenten Personen wie Martin Luther. Der Artikel hebt hervor, dass empirische Daten zum Leseverhalten Heranwachsender bei Geschichtscomics begrenzt sind und der Unterschied zwischen privatem Genusslesen und schulischer Pflichtlektüre erheblich ist. Ein wichtiges Ziel ist es, Schüler darin zu befähigen, Comics mit Fachvokabular zu analysieren und ihre gestalterischen wie erzählerischen Prinzipien kritisch zu beurteilen.

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